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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Wie aus Schatten Minister werden

06.09.2017

Hannover /Berne Der CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl bleibt seiner Linie treu. Nur Stück für Stück lüftet Bernd Althusmann den Vorhang vor seinem Schattenkabinett für den Fall eines Wahlsiegs. An diesem Dienstag ganz vorne auf der Bühne: CDU-Fraktionschef Björn Thümler (46) und Fraktionsvize Reinhold Hilbers (53). Dass Althusmann zunächst Thümler präsentiert, ist kein Zufall. Wer „100 Prozent Vertrauen genießt“, sich „auf allen Feldern bewährt“ hat und ein „politisches Schwergewicht“ ist, wie Althusmann den Parteifreund aus Berne lobt, gehört einfach ins Wunschteam einer nächsten Landesregierung unter einem Ministerpräsidenten Althusmann.

Thümler dankt lächelnd für den „Vertrauensvorschuss“. Als designierter Finanzminister mit der zusätzlichen Zuständigkeit für Digitalisierung und Heimat besäße Thümler wie kein anderer Einfluss im Kabinett. Finanzminister haben ein Veto-Recht gegenüber allen anderen Kabinettsmitgliedern, die mit Ausgaben über die Stränge schlagen.

Thümler verteilt aber keine blauen Briefe an diesem Tag, sondern legt seine Schwerpunkte auf den Tisch: Digitalisierung „bis zur letzten Milchkanne“, Schuldenabbau, ein Beamten-Pensionsfonds, Abschaffung des Soli, mehr elektronische Verwaltung mit genauer Analyse benötigter Stellen und mehr finanzielles Engagement für den Medizin-Bereich im Nordwesten, beispielsweise für die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS). Ein Superminister mit viel Geld in der Kasse.

Eine Nummer kleiner fällt die Zuständigkeit für den 53-jährigen Hilbers aus: „Soziales und Familie“. Dazu gehören auch „Frauen“, wie Althusmann später nachschiebt. „Ich freue mich“, sagt Hilbers, dessen Gesicht nicht ganz zu einem Freudentag passt. Dass Hilbers auch aus Proporzgründen schon länger als Ministerkandidat einer CDU-Regierung in der Fraktion gehandelt wurde, ist kein Geheimnis. Doch der gelernte Finanzexperte galt als Favorit fürs Finanzressort. Jetzt also „Gedöns“, wie SPD-Altkanzler Gerhard Schröder mal äußerst despektierlich das Ministerium für Familie und anderes nannte. Immerhin hat Hilbers Erfahrungen sammeln können in der Lebenshilfe Nordhorn als kaufmännischer Geschäftsführer.

Doch Hilbers bringt auch Geld mit. Zuständig für die Krankenhauslandschaft, soll der designierte Sozialminister sich auch um die riesigen Unikliniken in Hannover (MHH) und Göttingen kümmern. Deren Sanierung wird Milliarden kosten. Zwei Mammut-Projekte. Dass der gebürtige Lingener nebenbei auch noch das Pflegesystem neu gestalten will, macht die Aufgaben nicht leichter.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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