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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Gedränge auf den Straßen Niedersachsens befürchtet

18.06.2019

Hannover /Bremen Mit dem offiziellen Start für E-Tretroller in Deutschland erwarten die Kommunen in Niedersachsen und Bremen mehr Gedränge auf Radwegen. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor. In einigen Städten wie Hannover und Göttingen stehen auch schon Firmen in den Startlöchern, die die flotten Flitzer verleihen wollen. Die Bundesregierung wollte die E-Scooter ursprünglich auf Gehwegen fahren lassen, auf Drängen des Bundesrates müssen die Rollerfahrer nun aber den Radweg nutzen. Dort könnte es nun eng werden, befürchten die Kommunen:

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BRAUNSCHWEIG: „Die E-Roller werden einen Trend verstärken, der schon mit den Pedelecs eingesetzt hat: Auf Radwegen und Radfahrstreifen wird verstärkt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und mit mehr Fahrzeugen gefahren“, sagt der Sprecher der Stadt Braunschweig, Rainer Keunecke. Perspektivisch seien breitere Radwege erforderlich.

LÜNEBURG: „Zumindest auf gemeinsamen Geh- und Radwegen wird es aus unserer Sicht zu Problemen kommen, da die E-Scooter aufgrund ihrer Geschwindigkeit, aber auch aufgrund der Tatsache, dass sie sehr leise sind, gerade von älteren oder körperlich eingeschränkten Personen nur bedingt gut wahrgenommen werden“, sagt Suzanne Moenck von der Stadt Lüneburg. Schwierig könne es auch auf Straßen oder Radfahrstreifen werden. „Es sind wohl noch einige Fragen für die Praxis zu klären.“

GÖTTINGEN: „Je mehr Teilnehmer im Straßenverkehr unterwegs sind, desto mehr müssen sich den zur Verfügung stehenden Platz teilen“, heißt es aus dem Göttinger Rathaus. „Da kann es durchaus auch noch enger werden. Mit größeren Problemen rechnen wir allerdings nicht.“

HANNOVER: Die Hannoveraner sehen die Einführung der E-Roller gelassen. „Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die Straßenverkehrsordnung halten, sehen wir keine Probleme“, heißt es.

BREMEN: Die Breite der Trassen ist auch in den Augen von Hannah Simon vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) Bremen problematisch. Die Wege in der Hansestadt seien oft zu schmal, es fehle der Platz zum Überholen. Die Roller würden das Problem noch verschärfen. Simon mahnt in Bremen die Umsetzung von 3,50 bis 4 Meter breiten Premiumrouten an. Die seien zwar schon 2014 in den Verkehrsentwicklungsplan aufgenommen und von der Bürgerschaft verabschiedet worden. Passiert sei bislang aber nichts. „Es wird ein paar Probleme geben“, meint auch der Sprecher des Bremer Verkehrssenators, Jens Tittmann. „Aber ich glaube nicht, dass es ein Straßenkampf wird“. Probleme erwartet er am ehesten im Fahrverhalten der ganz jungen Zielgruppe. Wichtig sei hier Verkehrserziehung. E-Scooter dürfen ab dem Alter von 14 Jahren genutzt werden.

VERMIETER: Mit der Rollerzulassung stehen im Nordwesten auch viele Verleihfirmen in den Startlöchern. In Städten wie Bremen, Hannover und Göttingen sind bei den Behörden schon erste Anfragen eingegangen. „Rund ein halbes Dutzend Unternehmen hat gegenüber der Stadtverwaltung Interesse bekundet, in Braunschweig E-Roller zu verleihen“, sagt Stadtsprecher Keunecke. Mit den Unternehmen müssten Regeln über das Abstellen der E-Roller vereinbart werden. „Den Verleihfirmen wird zur Auflage gemacht, dass die Fahrzeuge andere Verkehrsteilnehmer weder behindern noch gefährden dürfen, dass nur verkehrssichere Fahrzeuge betrieben werden und dass defekte Fahrzeuge umgehend zu beseitigen sind“, erklärt Annika Schach von der Stadt Hannover. In Lüneburg gab es noch keine Anfragen von Verleihern.

E-Roller gelten für viele als ideale Vehikel für die „letzte Meile“. Also etwa den Weg zwischen Straßenbahn-Haltestelle und Büro. Eine Helmpflicht besteht nicht. Die Vehikel dürfen nur mit Versicherungsschutz auf die Straße.

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