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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Landrat gibt entnervt auf

12.10.2019

Hannover Der Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont, Tjark Bartels (SPD), will zurücktreten. Das kündigte der 50-Jährige in einer etwa neunminütigen Videobotschaft an. Er habe einen „schweren Burn-Out“ erlitten und sich nach Rücksprache mit Ärzten und Familie entschieden, nach dreimonatiger Krankheit nicht mehr in seinen Beruf zurückzukehren, sagte Bartels.

Das Innenministerium in Hannover bestätigte am Freitag, dass Bartels das Ausscheiden aus dem Amt beantragt habe. Ein Amtsarzt soll die Dienstfähigkeit des Politikers prüfen. Danach könnte Bartels in den Ruhestand versetzt werden und der Landkreis neu wählen. Der Politiker folgte auf Rüdiger Butte, der 2013 in seinem Dienstzimmer erschossen worden war.

Als Grund für den Burn-Out nannte Bartels Anfeindungen im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall im benachbarten Lügde. Das Landratsamt in Hameln war wegen massiver Fehler in die Kritik geraten. Das Jugendamt hatte ein kleines Mädchen in Obhut des inzwischen verurteilten Sexualstraftäters gegeben. Akten wurden frisiert, Hinweise auf Pädophilie des auf einem Campingplatz lebenden Pflegevaters ignoriert. Auch der Umgang des Landrats mit dem Fall und sein Auftreten war insbesondere von CDU und FDP im Landtag heftig kritisiert worden.

In seinem Video räumt Bartels nun Fehler bei der Aufarbeitung ein. Was man hätte sehen können, sei nicht gesehen worden. Nun müsse die Politik dafür sorgen, dass ein neuer Fall Lügde sehr unwahrscheinlich werde.

Bartels beklagt auch die Folgen von geduldetem Hatespeech in den „sozialen“ Medien. „Wir sind es als Politikerinnen und Politiker gewohnt, beschimpft zu werden. Und das auch in übler Form. Auch ich habe das jahrelang ausgehalten. Im Fall Lügde war meine Grenze deutlich überschritten.“ Die Beschimpfungen im Netz würden die Politik und die klassischen Medien beeinflussen. Darüber müsse man dringend reden.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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