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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Masern in Niedersachsen auf 15-Jahres-Hoch

04.12.2019

Hannover Die Masern sind in Niedersachsen wieder auf dem Vormarsch: Mit einem neuen Ausbruch mit insgesamt vier Erkrankten ist die Zahl der registrierten Fälle in diesem Jahr auf 89 gestiegen - das sind so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das meldet das Landesgesundheitsamt in Hannover. Der neueste Ausbruch in den Landkreisen Hildesheim und Peine geht dabei offenbar auf eine Ansteckung während einer Auslandsreise zurück. Die Ämter suchen nun nach möglichen Kontaktpersonen der Erkrankten.

Lesen Sie auch: So will Gesundheitsminister Spahn die Masern ausrotten

Der Kreis Hildesheim war bereits im Frühjahr Schauplatz einer größeren Masernwelle, damals zählte das Gesundheitsamt 43 Fälle. Warum ausgerechnet diese Region so stark betroffen ist, bleibt vorerst offen: In Sachen Impfquote liegen die Hildesheimer nach Amtsangaben sogar über den Landesschnitt.

Bei schwerem Verlauf tödlich

Die hochansteckende Viruserkrankung ist dabei mitnichten eine harmlose Kinderkrankheit, betont Holger Scharlach vom Landesgesundheitsamt. Gerade bei den neueren Fällen sind vor allem junge Erwachsene betroffen gewesen. Diese können sich schon bei einem flüchtigen Kontakt mit einem Erkrankten anstecken. Masern verursachen neben dem typischen Hautausschlag hohes Fieber, Husten sowie eine Entzündung der Augenbindehaut. Beim schweren Verlauf kann die Krankheit sogar tödlich sein.

Faktencheck: Gerüchte und Wahrheiten zur Masernimpfung

Die Behörden raten deshalb allen ab 1970 Geborenen mindestens eine Impfung im Erwachsenenalter - es sei den, im Impfausweis sind bereits zwei Behandlungen dokumentiert. Bei vor 1970 Geborenen gehen die Behörden von einem natürlichen Immunschutz aus - zur damaligen Zeit waren die Masern weit verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation strebt die Ausrottung durch Impfung an. Durch Impfscheu und Migration steigen die Masernfälle in Deutschland seit Mitte des Jahrzehnts wieder an. Eine im November vom Bundestag beschlossene Impfpflicht soll die Infektion eindämmen.

Ministerin wirbt für das Impfen

Niedersachsens Hausärzteverband klärt derzeit im Rahmen der „Hausärztlichen Impfwochen“ auch über die Masernimpfung auf. Landesgesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) lobte die Initiative: „Auch nach dem Beschluss über die Einführung einer Masernimpfpflicht auf Bundesebene dürfen wir nicht den Eindruck entstehen lassen, dass das Thema Impfen damit erledigt ist. Impfungen, nicht nur gegen Masern, zählen zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten“, sagte die Ministerin vor einigen Tagen. Wir wollen deshalb möglichst viele Menschen für das Thema Impfen sensibilisieren und erreichen, dass sie ihren Impfschutz überprüfen lassen. Das Land Niedersachsen wirbt mit der Kampagne „Impfen. Klar.“ derzeit für die Schutzimpfung.

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Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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