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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Halbes Jahr Nach Gesetzesänderung: Wölfe in Niedersachsen bleiben vorerst verschont

14.08.2020

Hannover Sechs Monate nach Beginn der gesetzlichen Erleichterung für die Tötung von Wölfen hat es bislang in Niedersachsen keinen weiteren Abschuss gegeben. Im April 2016 war Wolf Kurti in der Lüneburger Heide von einem Scharfschützen der Polizei getötet worden – er war der erste legal getötete Wolf seit der Rückkehr der Tiere nach Deutschland.

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Auch weiterhin dürfte es in Niedersachsen trotz der seit einem halben Jahr geltenden Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz keine Tötung von Wölfen geben. Die letzte von drei Ausnahmegenehmigungen wurde im April auf Bitte des Verwaltungsgerichts Lüneburg ausgesetzt, zwei später vom niedersächsischen Oberverwaltungsgericht für teilweise rechtswidrig erklärt.

Zuvor hatte das Land nach 14 Monaten die erfolglose Jagd auf den Leitwolf des Rodewalder Rudels bis auf weiteres eingestellt. Den künftigen Umgang mit den Raubtieren soll eine niedersächsische Wolfsverordnung regeln, sie soll im September erlassen werden.

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Die niedersächsischen Behörden hätten von der neuen bundesweiten Regelung bereits Gebrauch gemacht, sagte dazu Gunars Reichenbachs, Sprecher des niedersächsischen Umweltministeriums. Es sei zwar noch nicht zum Abschuss eines problematischen Wolfes gekommen, doch sei es deutlich leichter geworden, Personen wie zum Beispiel Jäger zum Vollzug solcher Maßnahmen zu gewinnen.

„Derzeit ist vor allem die Klärung der Parameter für den sogenannten günstigen Erhaltungszustand für den Wolf offen“, erklärte Reichenbachs. „Es muss klar sein, wie viele Wölfe wo leben müssen, um den Erhaltungszustand zu sichern“, betonte er in dem Zusammenhang. „Diese Klarstellung des Bundes steht nach wie vor aus.“

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In Niedersachsen gibt es nach Angaben der für die Beobachtung der Tiere zuständigen Landesjägerschaft 28 nachgewiesene Rudel. Mit den Welpen von diesem Jahr dürften es samt der umherziehenden Einzeltiere insgesamt mehr als 350 Wölfe sein.

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