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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Bedarf an Schulbegleitern wächst enorm

27.09.2019

Hannover Immer mehr Schulkinder mit Förderbedarf brauchen im Unterricht eine individuelle Begleitung. Nach einer Umfrage des Niedersächsischen Landkreistags (NLT) hat sich die Zahl der Schulassistenten zwischen 2013 und 2018 mehr als verdoppelt. So zählten die Landkreise im vergangenen Jahr 6870 Schulassisstenzen, das sind 130 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Derzeit fragt der NLT erneut die Zahlen ab – und geht von einem nur durch den Fachkräftemangel gebremsten Wachstum aus.

Die Landesregierung bestätigt diesen Trend. So steigt die Zahl der leistungsberechtigten Schüler im Bereich Sozialhilfe jährlich um etwa neun Prozent. Die Kosten stiegen von 54,7 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 95,5 Millionen Euro 2018. Die Eingliederungshilfe hat sich von rund 76 Millionen Euro im Jahr 2010 auf etwa 145 Millionen Euro im Jahr 2017 fast verdoppelt. Schätzungen zufolge werden etwa 29 Prozent dieser Hilfe für Schulassistenten ausgegeben.

Angesichts dieser Zahlen schlagen die Landkreise Alarm. Die Voraussetzungen für ein Gelingen der schulischen Inklusion, also der gemeinsamem Beschulung behinderter und nicht-behinderter Kinder, sei derzeit nicht gegeben, warnt NLT-Hauptgeschäftsführer Hubert Meyer. „Deswegen muss die Jugend- und Sozialhilfe als Ausfallbürge eintreten und individuelle Schulbegleiter bezahlen“, kritisiert er.

Die Landkreise drängen darauf, Kinder mit Förderbedarf bei der Betreuung zu bündeln. Es brauche unverzügliche Gespräche über eine „Poolbildung“ für den Unterstützungsbedarf. Auch das Land begrüßt Poollösungen. Mehrere Kommunen hätten bereits Konzepte entwickelt, heißt es bei der Landesregierung.

In den Zahlen sehen Sozial- und Schulministerium hingegen auch etwas Gutes. Die Inklusionsquote stieg von 44,90 Prozent im Jahr 2013 auf 64,33 Prozent im Jahr 2017. Die Inklusion erklärte die steigenden Zahlen nur teilweise: Die Landesregierung spricht auch von einem „verbesserten Bewusstsein“ und einer „höheren Diagnostikkompetenz“. Soll heißen: Hüteten sich Eltern und Schulen früher vor der Stigmatisierung eines Kindes, fordern sie heute offensiv Unterstützung ein.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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