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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Grüne befürchten „Verseuchung unserer Gewässer“

07.06.2019

Hannover Die Grünen im niedersächsischen Landtag werfen Umweltminister Olaf Lies (Sande/Kreis Friesland) vor, beim Thema multiresistente Keime Untersuchungsergebnisse zu verharmlosen. Die Landtags-Grünen haben die Messergebnisse eigenen Angaben zufolge ausgewertet. Antibiotika-Resistenzen seien demnach in 66 Prozent aller Proben nachgewiesen worden. „In fast jeder zweiten Probe wurden Keime gefunden, die gleich gegen mehrere Antibiotikaklassen resistent sind“, erklärt der Grünen-Abgeordnete Dragos Pancescu aus Brake (Kreis Wesermarsch) und fügt hinzu: „Bei mehr als 75 Prozent der Messungen in meinem Wahlkreis wurden Antibiotikaresistenzen nachgewiesen.“

Der Sprecher für Verbraucherschutz nennt exemplarisch für Wasserproben aus Flüssen, Küstengewässern und Kläranlagen aus seinem Wahlkreis die Kläranlagen Hude (Ablauf in Berne), Rastede (Ablauf Hankhauser Bäke), Wiefelstede-Bäke (Ablauf Rehorner Bäke), das Braker Sieltief, die Hunte unterhalb und oberhalb der Kläranlage Oldenburg sowie die Badestelle Zwischenahner Meer bei Rostrup.

Pancescu fordert konkrete Maßnahmen, um die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen in der Umwelt zu verhindern. „Wir brauchen ein regelmäßiges und flächendeckendes Monitoring, um die Eintragswege von multiresistenten Keimen zu beobachten.“ Das lehnten SPD und CDU aber ab. „Die Landesregierung nimmt das Thema nicht ernst und riskiert damit die weitere Verseuchung unserer Gewässer“, beklagt Pancescu.

Das Umweltministerium weist die Vorwürfe zurück. „Die Landesregierung nimmt dieses Thema sehr ernst“, bekräftigt Ministeriumssprecherin Sabine Schlemmer-Kaune auf Nachfrage. Es seien weitergehende Untersuchungen notwendig. Dafür seien jedoch bundeseinheitliche Standards erforderlich. Das Land beschäftige sich bereits seit 2016 „intensiv mit diesem Thema“. Damals sei eine Strategie gegen Antibiotikaresistenz beschlossen worden. Ziel sei es, den Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin zu reduzieren. „Und da gibt es auch schon deutliche Erfolge“, betont Schlemmer-Kaune.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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