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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Datensammlung für ein längeres Leben

28.06.2018

Hannover „Diese Krankheit hat ihren Schrecken nicht verloren“, sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann (SPD) und meint: Krebs.

Um die Diagnostik, die Behandlung und die Nachsorge zu verbessern, sammelt das Land jetzt jede Menge Daten. Ministerin Reimann und Geschäftsführer Tobias Hartz haben am Mittwoch den Startschuss für das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) gegeben. Mit dem am 1. Juli beginnenden Routinebetrieb wird jeder Arzt in Niedersachsen, der eine Tumorerkrankung des zentralen Nervensystems diagnostiziert, behandelt oder eine Veränderung im Verlauf diagnostiziert, meldepflichtig an das KKN. Dieses wird Meldungen von mehr als 5000 onkologisch tätigen Ärzten sowie Einrichtungen (Kliniken und Tumorzentren) entgegennehmen. Im Gegenzug gibt es Rückmeldungen und Auswertungen aus dem KKN.

Daraus sollen sich Rückschlüsse auf die Erfolgsaussichten spezieller Therapiemethoden ziehen lassen. Ministerin Reimann rechnet damit, dass „in einigen Jahren“ erste Erkenntnisse vorliegen, welche Krebsarten mit welchen Behandlungsmöglichkeiten am erfolgreichsten zu therapieren sind.

„Mit der klinischen Krebsregistrierung wollen wir die Behandlungsqualität und die Zahl der Behandlungserfolge in Niedersachsen erhöhen“, bekräftigt Reimann und fügt hinzu: „Wir wollen erreichen, dass an Krebs erkrankte Menschen die bestmögliche Therapie erhalten, das Klinische Krebsregister wird hier einen wichtigen Beitrag leisten. Die Daten, die wir zu den laufenden Krebsbehandlungen sammeln, werden es uns ermöglichen, die Krebstherapie nachhaltig zu verbessern.“

Die Ministerin forderte die Ärzte in Niedersachsen auf, mit ihren Meldungen an das KKN dieses neue Instrument der Gesundheitsförderung zu einem Erfolgsmodell zu machen. Beim KKN werden künftig alle Meldungen in einem webbasierten Melderportal elektronisch erfasst. Das Melderportal wurde von insgesamt acht Bundesländern in einem Kooperationsverbund gemeinsam entwickelt und wird laufend weiter ausgebaut. Da hierbei hochsensible Daten erfasst und gespeichert würden, werde dem Datenschutz von allen Seiten höchste Priorität eingeräumt.

Der Aufbau der klinischen Krebsregistrierung wird durch das Land Niedersachsen finanziert. Hierfür wurden für die Jahre 2016 bis 2018 insgesamt 5,7 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt den KKN-Aufbau mit Fördermitteln in Höhe von etwa 480 000 Euro.

Anlässlich des Krebsregister-Symposiums wurde auch der neueste Jahresbericht des Epidemiologischen Krebsregisters (EKN) vorgestellt. Demnach sind die häufigsten Krebserkrankungen in Niedersachsen nach wie vor Prostatakrebs bei Männern (6235 Neuerkrankungen in einem Jahr) und Brustkrebs bei Frauen (7175).

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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