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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Moorbrand In Meppen: Kehrtwende in der Kommunikationspolitik

21.09.2018

Hannover /Meppen Die Bundeswehr und das Land Niedersachsen machen den Moorbrand im Emsland nun zur Chefsache: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius machte sich am Donnerstag gemeinsam mit dem Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Gerd Hoofe, im Emsland ein Bild der Lage. Wie sie nach einem Ortstermin mit dem dortigen Landrat Reinhard Winter mitteilten, sollen nun das „Kommando Territoriale Aufgaben“ in Berlin und Spezialpioniere aus Husum die Brandbekämpfung unterstützen.

Hoofe kündigte an, die Bundeswehr werde ab sofort alle notwendigen Einsatzkräfte und technischen Fähigkeiten rund um die Uhr und so lange zur Verfügung stellen, „bis das letzte Glutnest gelöscht“ worden sei. Man habe das Logistikbataillon Delmenhorst in Alarmbereitschaft versetzt. Derzeit bringe man 20 000 Liter Wasser pro Minute im Brandgebiet aus, sagte ein Sprecher der Bundeswehr auf Anfrage. Das entspricht 1200 Kubikmetern pro Stunde oder 28 800 Kubikmeter am Tag. Rund 1000 Einsatzkräfte sind inzwischen vor Ort, darunter Feuerwehrleute der Bundeswehr, zivile Feuerwehren und das Technische Hilfswerk.

Hoofe bedauerte, dass durch den Waffentest auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 91 eine solche Schadenslage entstanden sei. „Das hätte nicht passieren dürfen und wir entschuldigen uns bei der Bevölkerung für die Folgen“, sagte er. Gemeinsam mit dem Innenminister kündigte Hoofe eine Kehrtwende in der Informationspolitik an. Ab sofort setze man auf bedingungslose Transparenz und werde jeden Tag ein Lagebild veröffentlichen.

Zuvor hatte Pistorius die Kommunikation der Bundeswehr scharf kritisiert. Offiziell sei das Kompetenzzentrum Großschadenslagen des Innenministeriums bis Mittwoch nicht über den Brand informiert worden, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Hannover. Inoffiziell sei man am 13. September über Anforderungen von Feuerwehrmaterial informiert worden.

Inzwischen habe sich die Kommunikation und auch die Zusammenarbeit verbessert, auch wenn es weiter „diffundierende Anforderungen“ seitens der Bundeswehr gebe, sagte der Minister. Er betonte, dass die Bundeswehr auch weiterhin die Oberhoheit über den Einsatz habe. „Ich kann nicht mit einer Berufsfeuerwehr das Gelände besetzen“, sagte Pistorius.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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