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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Nachruf: Ravens’ Tod löst Trauer und Betroffenheit aus

14.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-14T09:31:46Z 280 158

Nachruf:
Ravens’ Tod löst Trauer und Betroffenheit aus

Hannover Niedersachsens SPD reagiert geschockt, auch wenn die Nachricht nicht ganz unerwartet kam. „Karl Ravens war einer der ganz großen Sozialdemokraten aus Niedersachsen. Wir verneigen uns in großem Respekt und Zuneigung vor der Leistung und den Verdiensten dieses besonderen Menschen und Politikers“, zeigt sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch tief betroffen von der Nachricht über den Tod des 90-jährigen Politikers. „Wir trauern um einen Freund“, ergänzt SPD-Fraktionschefin Johanne Modder, die der Ehefrau Barbara Ravens „auch ganz persönlich“ das Beileid aller SPD- Abgeordneten im Landtag übermittelt. Ravens starb bereits am vergangenen Freitag in Hannover.

Ravens hat tatsächlich wie kaum ein anderer Sozialdemokrat die Geschichte der SPD in Niedersachsen mitgeschrieben. Als Staatssekretär gehörte der am 29. Juni 1927 in Achim Geborene zwischen 1969 und 1972 sowohl dem Kabinett von Kanzler Willy Brandt (SPD) an als später auch der Bundesregierung von Kanzler Helmut Schmidt (SPD) als Bauminister. Nach einer gescheiterten Kandidatur gegen den CDU-Ministerpräsidenten Ernst Albrecht führte Ravens von 1978 bis 1986 die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag an.

„Mit dem Tod von Karl Ravens verliert die SPD ein Vorbild“, betont Ministerpräsident Weil. Auch im hohen Alter nahm Ravens am politischen Leben intensiv teil – ohne sich einzumischen. Eine moralische Instanz, deren Wort zählte. Ein brillanter Vordenker auch ohne jede akademische Bildung. Der Sohn eines Eisenbahners wuchs in einer Familie mit sechs Kindern auf, den Vater verlor er früh durch einen Unfall. Ravens selbst lernte Metallflugzeugbauer, später Kraftfahrzeugschlosser. Ein Mann aus bescheidenen Verhältnissen, der schon 1950 in die SPD eintrat. „Ein gradliniger, anständiger und aufrechter Mensch“, blickt Weil auf seine Begegnungen mit Ravens zurück. Eigentlich wollte Ravens noch zum letzten SPD-Parteitag kommen. Es ging nicht mehr.

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