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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Bildung: Eltern sorgen sich um Erhalt der Sprachheilschulen

28.02.2020

Hannover /Neerstedt Eltern von sprachauffälligen Kindern haben sich besorgt geäußert, dass die Landesbeschulbehörde das vorschulische Überprüfungsverfahren für entbehrlich hält. Intention sei offenbar, die Anzahl der Überprüfungsverfahren zu reduzieren, beklagen die Elternvertreter verschiedener Schulen, darunter der Sprachheilschule Celle und der Förderschule Sprache Neerstedt (Landkreis Oldenburg).

Mit den sonderpädagogischen Überprüfungen wurden die Förderbedarfe im Bereich Sprache, emotionale und soziale Entwicklung und Lernen festgestellt. Allerdings, so die Elternräte, werden die Überprüfungsverfahren den Erziehungsberechtigten gewährt, wenn der Bedarf für diese Beschulung zweifelsfrei festgestellt wird. Wie soll dem Elternwillen denn entsprochen werden, fragt Anika von Bose (Arbeitskreis Inklusion des Kreiselternrats Celle).

Altersgemäß sprechen

„Wenn Kinder nicht altersgemäß sprechen und verstehen gelernt haben und trotzdem in der nächstgelegenen örtlichen Grundschule eingeschult werden, können diese Kinder im ersten Schuljahr erhebliche Lernprobleme entwickeln. Diese Schülerinnen und Schüler sind häufig für ihre Umgebung schwer zu verstehen, können viele Laute nicht artikulieren und unterscheiden. Sie brauchen mehr Zeit und besondere Unterstützung“, beklagen die Elternräte in einem Schreiben und äußern ihre Befürchtung, sie würden zu „Scheiterbegleitern“ ihrer Kinder.

Das Kultusministerium verweist auf die sonderpädagogische Grundversorgung in den Grundschulen, die sichergestellt sei. Deshalb sei auch das Überprüfungsverfahren grundsätzlich entbehrlich. Und das Wort „grundsätzlich“ bedeute, dass das Feststellungsverfahren (das heißt die Überprüfung von sonderpädagogischem Förderbedarf) kein Automatismus, aber im Einzelfall möglich sei, sagt Ministeriumssprecher Sebastian Schumacher.

Er zitiert auch aus den Vorschriften: „Liegen im Vorfeld der Einschulung Erkenntnisse vor, die ein Feststellungsverfahren hinsichtlich eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung rechtfertigen, steht dem rechtlich in allen Förderschwerpunkten nichts entgegen.“

Die Schulelternräte weisen auf die personelle Ausstattung der Grundschulen hin, in denen ja der Förderbedarf festgestellt werden soll: „Die Grundschulen können diese Unterstützung fachlich und personell in der Regel nicht gewährleisten. Vor allem die Grundschulen leiden unter dem derzeitigen Lehrkräftemangel und sind mit zwei Stunden sonderpädagogischer Grundversorgung, pro Klasse und Woche, bei Weitem nicht in der Lage, die dringend notwendige Unterstützung“ zu gewähren, heißt es in dem Schreiben der Eltern.

Schulen bleiben erhalten

Die Eltern bräuchten sich insbesondere um den Bestand der Förderschule Sprache keine Sorgen zu machen. „Fakt ist: Die Förderschule Sprache hat Bestandsschutz und wird nicht abgeschafft. Etwaige Sorgen von Eltern in diese Richtung wären unbegründet. An dem Bestandschutz wird nicht gerüttelt“, sagte Schumacher.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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