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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Schul-Radtour nur noch mit Helm erlaubt

26.01.2019

Hannover /Oldenburg Möchte ein Lehrer mit seiner Klasse eine Radtour machen, müssen alle Schüler – egal, wie alt sie sind – einen Helm tragen. So sieht es ein noch relativ neuer Erlass des Kultusministeriums in Hannover vor. Darin heißt es in der aktuellen Version vom 1. September 2018 in den Bestimmungen für den Schulsport unter dem Punkt „Ausstattung und Ausrüstung“: „Beim Radfahren, Mountainbiken, Einradfahren und Rollerfahren muss ein Helm getragen werden.“ In der vorherigen Variante war noch etwas schwammiger und deutlich allgemeiner von einem „Kopfschutz“ beim Radfahren die Rede.

Das Ministerium sieht in der überarbeiteten Regelung „keine Veränderungen zu den bisherigen Bestimmungen, sondern lediglich eine Konkretisierung“. Um die notwendige Verkehrssicherheit beim Erlernen des Radfahrens oder auch bei Klassenfahrten zu gewährleisten, sei das Tragen eines Helmes neben weiteren Sicherheitsvorkehrungen verpflichtend, heißt es. Die Regelungen des Schulsporterlasses griffen auch bei Klassenfahrten. Der Erlass gelte für alle Altersklassen.

Eine Sprecherin des Kultusministeriums verteidigte die Überarbeitung des Erlasses: „Es ist erwiesen, dass Fahrradhelme Leben retten können. Es werden durch sie zwar keine Unfälle verhindert, aber das Risiko schwerer Kopfverletzungen ist deutlich geringer. Von daher ist eine Konkretisierung der Bestimmungen zur Helmpflicht im neuen Erlass sinnvoll.“

Michael May, Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes (GUV) Oldenburg, begrüßt die neue Regelung: „Wir empfehlen, dass Personen aller Altersgruppen beim Radfahren einen Helm tragen. Eine generelle Helmpflicht für Kinder – Stichwort Schulweg – würde seitens der gesetzlichen Unfallversicherungsträger ausdrücklich begrüßt.“ May weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die Schüler auch ohne Helm auf dem Rad durch den GUV versichert seien. „Der GUV Oldenburg entschädigt – wie alle anderen Unfallversicherungsträger auch – also ebenso Unfälle, wenn der Helm nicht getragen wurde.“

Der Landeselternrat (LER) Niedersachsen bezeichnet die Konkretisierung im Erlass als „unabdingbar, auch wenn wir als Eltern um die Schwierigkeit des Helmtragens bei Heranwachsenden wissen“, betont Vorsitzender Mike Finke.

Lesen Sie dazu einen Kommentar von Lars Laue: An der Realität vorbei

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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