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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Grüne: Schutz von Schlachthof-Mitarbeitern reicht nicht aus

09.01.2019

Hannover /Osnabrück /Cloppenburg „Trotz der bekannten, oft prekären Lebens- und Arbeitssituation der Wanderarbeiter in den Schlachthöfen macht die Landesregierung weiter wie bisher. Unklar bleibt auch, inwieweit nun alle Mitarbeitenden in den Schlachthöfen in Niedersachsen auf Tuberkulose untersucht werden.“ Mit diesen Worten kommentiert Eva Viehoff, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen zum Tuberkulose-Tod eines rumänischen Schlachthof-Mitarbeiters in Westeremstek (Kreis Cloppenburg) und zu weiteren TBC-Erkrankungsfällen in den Kreisen Cloppenburg und Osnabrück im Dezember vorigen Jahres.

Die Grünen forderten eine Aufklärung der Fälle von Tuberkulose (TBC oder TB), eine früher auch als „Schwindsucht“ oder „Weißer Tod“ bezeichnete Infektionskrankheit, die in den meisten Fällen die Lungen betrifft. Auf die Frage, wie die Landesregierung die Situation der Wanderarbeiter verbessern will, verweist das Land in erster Linie auf die vier Beratungsstellen für mobile Beschäftigte in Oldenburg und Hannover sowie für den Raum Südost-Niedersachen in Braunschweig und in Lüneburg.

Die bisherigen Erfahrungen der Beratungsstellen zeigten, dass gerade der niederschwellige Ansatz wirksam sei, um aktiv gegen soziale Missstände und nicht hinzunehmende schlechte Wohn- und Arbeitsbedingungen beispielsweise bei Werkvertragsbeschäftigten vorzugehen, heißt es in der Antwort der Landesregierung.

„Wir unterstützen die bestehenden Beratungsstellen für sogenannte mobile Beschäftigte. Doch die immer wieder auftretenden Verstöße und die bekannt gewordenen Gesundheitsrisiken zeigen deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen zum Schutz der Wanderarbeiter nicht ausreichen“, beklagt Viehoff indes. Hier sei die Landesregierung in der Pflicht, aktiv zu werden.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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