• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Posse um Landesparteitag bei niedersächsischer AfD

15.12.2017

Hannover Der kuriose Streit um zwei getrennte Einladungen zu einem Sonderparteitag der niedersächsischen AfD geht weiter. Der umstrittene Landeschef Paul Hampel sagte am Donnerstag das von ihm geplante Parteitreffen am 13. und 14. Januar in Gieboldehausen bei Göttingen ab. Der Betreiber der Veranstaltungsräume habe Sicherheitsbedenken gehabt, hieß es zur Begründung. Hampels Gegner im Landesvorstand wollen an ihrem Sonderparteitag am selben Wochenende in Hannover festhalten und dort Vorstandswahlen abhalten. Das Ziel: Hampel soll weg.

Am Donnerstagabend informierte Hampel die Parteimitglieder per Mail, dass der Parteitag in Gieboldehausen nicht stattfinden könne. Der Veranstalter habe seine Zusage kurzfristig zurückgezogen, hieß es in dem Schreiben. Zuvor habe ein Vorstandsmitglied diesen Veranstalter darauf hingewiesen, dass AfD-Parteitage häufig von Vandalismus und Sachbeschädigung begleitet seien. Um Fristen zu wahren, müsse der Parteitag nun auf später verschoben werden. „Ich lasse jetzt erst mal alle Möglichkeiten prüfen, damit wir Rechtssicherheit haben“, sagte Hampel.

Hampels Gegner, die Vize-Landesvorsitzenden Jörn König und Wilhelm von Gottberg, hatten zuvor ebenfalls zu einem Sonderparteitag am 13. und 14. Januar geladen – allerdings in Hannover. Dort wollen sie Vorstandswahlen abhalten – mit dem Ziel, Hampel zu stürzen. Die Einladung zu diesem Parteitag bezeichnete Hampel in seinem Schreiben als rechtswidrig und ungültig. Landesvize König will trotzdem daran festhalten. „Wir haben den Vorstandsbeschluss, wir haben eine Halle. Alles gut“, sagte er.

Dem Hickhack liegt ein seit langem währender Konflikt in dem Landesverband zugrunde. Die Gegner des ehemaligen Fernsehjournalisten Hampel werfen ihm einen autoritären Führungsstil und mangelndes Interesse an Niedersachsen vor. Sie wollen ihn aus dem Amt hebeln. Im November konnten 21 Kreisverbände beim Landesvorstand ihre Forderung nach einem Sonderparteitag durchsetzen.

Der Streit um den Parteitag weckt Erinnerungen an die getrennte Wahlparty der niedersächsischen AfD bei der Landtagswahl am 15. Oktober. Während sich die Getreuen um Hampel in Barsinghausen trafen, feierte das Lager um Spitzenkandidatin Dana Guth in Salzgitter.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.