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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Raubtier In Niedersachsen: Deutlich weniger Angriffe von Wölfen auf Nutztiere

30.03.2019

Hannover Die Zahl der Nutztierrisse durch Wölfe ist im vergangenen Jahr in Niedersachsen offenbar deutlich zurückgegangen. 2018 gab es nach Angaben des Niedersächsischen Landvolk-Verbandes 327 nachgewiesene Wolfsübergriffe. In 302 dieser Fälle wurden Schafe und zu einem geringen Teil auch Ziegen getötet. Zudem waren 15 Rinder, ein Pferd und neun Stück Gatterwild betroffen. 2017 lagen die Zahlen mit 428 durch Wölfe getöteten Nutztieren noch deutlich höher, wie Landvolk-Sprecherin Silke Breustedt-Muschalla dem Evangelischen Pressedienst auf Anfrage sagte.

Alle Berichte zum Wolf in Niedersachsen im NWZ-Spezial

Niedersachsens Schafhalter besaßen den Angaben zufolge 2018 insgesamt 233.685 Schafe. Demnach sind im vergangenen Jahr rund 0,13 Prozent des Schafbestandes im Bundesland Opfer von Wolfsangriffen geworden. Der Referent für Tierzucht und Tierhaltung beim Niedersächsischen Landvolk, Klaus Gerdes, erläuterte: „Je nach Rasse und Jahr haben wir jährliche Lämmerverluste von jeweils fünf bis zehn Prozent infolge von Schwergeburten, Totgeburten, lebensschwachen Lämmern und so weiter.“ Wenn die ersten Lebenswochen überstanden seien, seien die weiteren Verluste gering. Tierseuchen gebe es zurzeit erfreulicherweise nicht.

Wegen der Angriffe auf Schafe, Ziegen und Rinder fordern das Landvolk und einzelne Tierhalterverbände den Abschuss von auffälligen Wölfen und auch ganzer Wolfsrudel sowie die Einrichtung sogenannter „wolfsfreier Zonen“. Das niedersächsische Umweltministerium hat kürzlich die Genehmigung zur „Entnahme“ eines Wolfes aus dem im Landkreis Nienburg ansässigen Rudel erteilt. Der Rüde wird für mehrere Schafs- und Rinderrisse verantwortlich gemacht.

Lesen Sie auch: Die Schlinge um den Rodewalder Wolf zieht sich zu

Diese Genehmigung ist nun abermals um einen Monat verlängert worden. Der Rüde mit der Kennung GW717m muss jetzt bis zum 30. April getötet werden. Wie das niedersächsische Umweltministerium mitteilte, wird „das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben“. Die Gefahr weiterer Risse von geschützten Nutztieren und der Weitergabe problematischer Jagdtechniken bestehe unverändert fort. Wölfe sind artenschutzrechtlich streng geschützt. Der Leitwolf des sogenannten Rodewalder Rudels darf abgeschossen werden, weil er wolfsabweisende Zäune überwunden und Rinder in einer Herde angegriffen hat. Wolfsschützer hatten vergeblich versucht, die Ausnahmegenehmigung gerichtlich zu stoppen. Sie läuft bereits seit Ende Januar und wurde schon einmal verlängert.

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