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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Streit um geplanten Abschuss des Wolfs

15.02.2019

Hannover „Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat mit der Abschussgenehmigung für den auffälligen Rodewalder Wolfsrüden die richtige Entscheidung getroffen. Wir hoffen inständig, dass die Abschussgenehmigung auch vor dem Oldenburger Verwaltungsgericht Bestand haben wird.“ Mit diesen Worten gibt Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers die Stimmung aus dem Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement wieder. In dem Gremium tauschen sich Vertreter der Weidetierhalter und der vom Wolf betroffenen Kreisverbände im Landvolk Niedersachsen aus.

Das Landvolk will notfalls auch ganze Wolfsrudel abschießen lassen. Nach Einschätzung der von Wolfsrissen betroffenen Tierhalter hat der auffällige Rüde aus dem Rodewalder Rudel, der im Kreis Nienburg wiederholt Schafe, Ponys und auch Rinder gerissen habe, sein Jagdverhalten bereits an die Nachkommen weitergegeben. „Wölfe oder ganze Rudel, die sich derart stark auf Nutztiere als leichte Beute spezialisiert haben, bleiben eine dauernde und unberechenbare Gefahr für weidende Schafe, Pferde und Rinder und müssen entnommen werden“, stellt Ehlers klar.

Deutlich zurückhaltender hatten sich zuvor mehr als ein Dutzend Wolfsberater aus verschiedenen Landkreisen in einem offenen Brief an Umweltminister Lies geäußert und den SPD-Politiker mit einem ganzen Katalog von Fragen zu seiner Abschuss-Entscheidung konfrontiert.

„Diese Wolfsberater lehnen wir ab, weil sie es an der für dieses Amt notwendigen Neutralität vermissen lassen“, betont Joachim Rehse, Vorsitzender des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen, und erhält Unterstützung von Gina Strampe, Geschäftsführerin der Weidetierhalter Deutschland, sowie von Anne Friesenborg, Vertreterin der Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer. In einem Schreiben an Minister Lies sowie an verschiedene Landes- und Bundespolitiker nennen die beiden die Abschuss-Entscheidung von Lies „fachlich angemessen“ und fragen: „Welche Position haben Wolfsberater, dass sie den Minister auffordern, sich zu rechtfertigen? Sind das wirklich die Wolfsberater, die Weidetierhalter neutral beraten und vertrauensvoll mit ihnen und ihren berechtigten Sorgen umgehen oder sind diese Wolfsberater interessengesteuert und stellen den Wolf über den Menschen?“

Friesenborg weist zudem kritisch darauf hin, dass einer der unterzeichnenden Wolfsberater im Vorstand des Freundeskreises freilebender Wölfe aktiv sei.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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