• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

GEW will mehr neue Lehrer

13.08.2019

Hannover Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat zum Ferienende die Landesregierung kritisiert. Die ausgeschriebenen 1900 neuen Lehrerstellen zum Schuljahresbeginn lösten bei ihr „keinen Jubel aus“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth am Montag in Hannover. „Im Grunde werden schon jetzt mindestens 2500 benötigt“, erklärte sie. Am Mittwoch will Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) den Stand der aktuellen Stellenbesetzungen vorstellen. Für die GEW steht bereits fest: Es reicht nicht.

Insbesondere an den Grund-, Haupt- und Realschulen seien zu wenig Bewerbungen eingegangen, so Pooth. „Alle Schulformen, die nicht Gymnasium heißen, bekommen kaum oder kein Personal.“ Dadurch werde das alljährliche Abordnungskarussell erneut in Gang gesetzt.

Probleme gebe es nicht nur in Brennpunkten, an kleinen Schulen und im ländlichen Raum. Der Mangel bei Grund- und Förderschulen in den Regionen Osnabrück und Oldenburg treffe mittlerweile sogar die Großstädte. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht die Arbeit an den Grundschulen sogar „qualitativ und quantitativ“ in Gefahr. Integrations- und Inklusionsauftrag befänden sich in einer „tiefen Krise“, warnte Landeschef Franz-Josef Meyer.

Lesen Sie auch:

Bildung
„Lehrer sollen nicht so viel jammern“

Die GEW forderte Tonne auf, „zu handeln statt anzukündigen“. Insbesondere die SPD sei in der Pflicht, die Spaltung der Gesellschaft durch schlechter ausgestattete Schulformen zu beenden. Pooth fordert mehr Stellen sowie eine Anhebung der Lehrerbesoldung auf mindestens A13/E13. Mehrarbeiter sollten freiwillig Arbeitszeitkonten mit Zinsen anlegen dürfen, die „Zwangsteilzeit“ bei Pädagogen und Therapeuten müsse enden.

Um die Kosten zu schultern, solle sich das Land von der Nullneuverschuldung verabschieden. „Ich erwarte eine Initiative der niedersächsischen SPD für die Abschaffung der Schuldenbremse“, sagte Pooth. Diese Forderung wies Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) zurück. Die Schuldenbremse sei dringend erforderlich. „Den Herausforderungen unserer Zeit müssen wir durch Prioritätensetzung begegnen. Es macht doch keinen Sinn, den Kindern und Jugendlichen für ihre Bildung einen Haufen Schulden zu hinterlassen.“

Beim Ministerium stießen die GEW-Forderungen auf ein gemischtes Echo: Ein Arbeitszeitkonto könne „Baustein sein, um mehr Unterrichtsstunden“ zu generieren, sagte ein Sprecher Tonnes.

Das Ministerium verteidigte die Stellen-Ausschreibungen. Es gehe darum, einer 100-prozentigen Unterrichtsversorgung nahe zu kommen. Das Ministerium räumte den Mangel an den „Sek.I-Schulen“ insbesondere im ländlichen Raum ein. „Da Gegenzusteuern wird eine Hausaufgabe sein. Entsprechende Maßnahmen sind in der Vorbereitung“, sagte der Sprecher.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
Rufen Sie mich an:
0511/1612315
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.