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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

AfD-Dragees mit Nazi-Geschmack?

07.09.2019

Hannover Ausgerechnet 18 Minzdragees enthält die Packung „AfD forte“. Das im Stil eines Medikaments daherkommende Werbegeschenk der AfD-Landtagsfraktion „zur Behandlung von leichter bis schwerer Volksverdummung“ wurde beim Tag der offenen Tür im Niedersächsischen Landtag ausgeteilt.

In der rechtsextremen Szene ist die 18 ein Code für den ersten und achten Buchstaben im Alphabet, mit denen verbotene Symbole vermieden werden sollen. „AH“ steht demnach für Adolf Hitler.

Zufall? Daran glaubt Wiard Siebels, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion nicht. Tabletten würden gewöhnlich in 10er- oder 20er Packungen verkauft. Die 18 sei unüblich. „Wer an einen Zufall glaubt, zieht sich auch die Hose mit der Kneifzange an“, sagte Siebels unserer Redaktion.

Am rechten Rand fischen

Nach seiner Überzeugung fischt die Partei mit der 18-er Packung bewusst am äußersten rechten Rand. Der SPD-Politiker hatte seinen AfD-Kollegen Klaus Wichmann zur Rede gestellt. Der gab sich erstaunt. Die Symbolik sei ihm unbekannt, er wolle dem nachgehen.

Auch die anderen Parteien im Landtag gehen auf Distanz zur AfD: „Ich halte die niedersächsische AfD für rechtsextrem und das habe ich denen auch gesagt“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Jens Nacke, am Freitag in Hannover.

Die AfD weist die Vorwürfe zurück. Die Packungsgröße der Minzdragees „entsprach dem kostengünstigsten Angebot des Herstellers und keineswegs irgendwelchen kruden Symboliken, die Herr Nacke darin erkennen will“, sagte AfD-Fraktionsgeschäftsführer Klaus Wichmann. Die Rechtsextremismus-Vorwürfe seien absurd. Von Rechtsruck will Wichmann nichts wissen.

Verfassungsschutz prüft

Die Grünen fordern eine Beobachtung der Gesamtpartei durch den Verfassungsschutzes. Die AfD rücke „offen nach Rechtsaußen“, erklärte Fraktionschefin Anja Piel. Der Verfassungsschutz verwies am Freitagnachmittag darauf, dass er „bereits heute eine fortlaufende inhaltliche Prüfung der Partei und ihrer Teilorganisationen“ durchführe.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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