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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Shitstorm nach CDU-Kritik an Sexualkundereform

19.09.2014

Hannover Mit einer Reform des Sexualkunde-Unterrichts an Schulen will Rot/Grün in Niedersachsen zur Toleranz erziehen. Doch CDU-Kritik an dem Initiativ-Antrag „Sexuelle Vielfalt“ durch die Schulexpertin Karin Bertholdes-Sandrock in der NWZ hat einen regelrechten Shitstorm im Netz ausgelöst. Von „Hetze“ ist die Rede. Die Landtagsabgeordnete wird mit massiven Angriffen überzogen, besonders in den sozialen Medien. Und die SPD zeigt sich „empört“. „Mittelalter“, schimpft der SPD-Schulexperte Claus Peter Poppe. SPD- Fraktionschefin Johanne Moder erwartet, dass sich die Unions-Führung „distanziert“. Im Landtag steht eine Aktuelle Stunde bevor.

LINK: NWZ-Artikel mit den Kommentaren von Karin Bertholdes-Sandrock

SPD und Grüne wollen, dass Schülerinnen und Schüler über alle Facetten von Sex, im Unterricht aufgeklärt werden. „Homo-, bi-, trans- und Intersexualität müssen an den Schulen verbindlich thematisiert werden“, legt der rot-grüne Entschließungsantrag fest, der im Herbst verabschiedet werden soll. „Wir wollen das Klima ändern, jeder soll seine Orientierung frei äußern können“, sagt Grant Hendrik Tonne (SPD), Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, der die CDU-Kritik daran für unerträglich hält.

Doch die Union beharrt auf ihren Bedenken. Auch die CDU setze sich für ein „Klima der gesellschaftlichen Toleranz“ ein, aber „es muss Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer bleiben, die schulische Sexualerziehung so zu gestalten, dass sie die gesellschaftliche Realität widerspiegelt“, mahnt die Lehrerin Bertholdes-Sandrock. SPD und Grüne wollten diese Aufgabe dagegen „in die Hände von Außenstehenden legen“, kritisiert die Pädagogin.

Die CDU-Schulexpertin lehnt es ab, dass beispielsweise Schwule und Lesben alleine ohne pädagogische Begleitung durch Lehrer in Schulklassen auftreten dürften. Auch bei Auftritten von anderen Externen wie Politikern sei immer ein Lehrer dabei. „Es widerspricht unserem Verständnis von Schule, wenn der Lehrer bei sensiblen Themen den Raum verlässt und Interessenvertreter unkontrolliert Inhalte vermitteln“, sagt die Landtagsabgeordnete, die die Unterstützung von Gymnasial-Elternräten erhält. Auch diese lehnen die neue Sexualkunde-Pläne ab. Der bisherige Unterricht habe sich bewährt.

Im Internet kursiert bereits eine Petition gegen die Sexualkunde-Pläne. Bisher sollen mehrere Tausend Unterschriften gesammelt worden sein.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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