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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

In der Erde schlummert viel Arbeit

04.07.2007

OLDENBURG Einen „dicken Brocken“ Arbeit legte Landesarchäologe Dr. Henning Haßmann der neuen Bezirksarchäologin in Oldenburg, Dr. Jana Esther Fries, zur Begrüßung auf den Schreibtisch. „Die 30 Meter breite Trasse für den geplanten Bau einer Chemie-Pipeline von Wilhelmshaven quer durch den Nordwesten ins Ruhrgebiet bietet große Chancen für viele neue archäologische Entdeckungen, aber sicherlich auch viel Arbeit“, sagte Haßmann.

Die 37-jährige neue Bezirksarchäologin studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Pädagogik in Gießen und Kiel. Fries hat bereits zahlreiche Grabungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg sowie zuletzt in Rheinland-Pfalz geleitet. Mit ihrer Bewerbung für die Stelle in Oldenburg setzte sie sich unter mehr als 100 Bewerbern durch. Ihr Bestreben im neuen Amt ist es, „Geschichte für die Bevölkerung zu dokumentieren, aufzubereiten und verständlich zu machen“. Auch beim Bau der Küstenautobahn A 22 und des Einkaufscenters in Oldenburg in unmittelbarer Nähe des Schlosses erwartet Fries „jede Menge Arbeit“.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) freute sich, dass mit Jana Esther Fries „eine ausgewiesene Spitzenkraft die reiche Fundlandschaft im nordwestlichen Niedersachsen betreuen wird“. Dr. Hassmann betonte, dass erstmals in Niedersachsen eine Frau auf eine Schlüsselposition in der Denkmalspflege gerückt sei. Positionen dieser Art seien bisher eine reine Männerdomäne gewesen.

Über mangelnde Arbeit kann sich Fries also nicht beklagen. Schließlich überreichte ihr Dr. Jörg Eckert, Vorgänger im Amt, zur Begrüßung eine kleine Holztafel mit der Inschrift: „Geit nich, gift nich“ – ein Motto, an das er sich selbst bei seiner Arbeit nicht immer, aber möglichst oft gehalten habe.

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