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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Jagd auf Kormorane weiter erlaubt

27.09.2016

Hannover Dem Fischräuber geht es weiter an den Kragen: Der Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtags einigt sich einstimmig darauf, die Kormoranverordnung weiter fortzuführen. SPD und Grüne folgen damit einem Antrag von CDU und FDP. Kormorane dürfen demnach ab 2017 für weitere drei Jahre auf allen Binnengewässern mit Fischereirecht bejagt werden. Die bestehende Regelung wäre sonst zum Jahresende ausgelaufen.

„Die Entscheidung war längst überfällig“, betont der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. Als reiner Fischfresser gefährde der Kormoran bei übermäßiger Ausbreitung nicht nur die Artenvielfalt in den niedersächsischen Gewässern, sondern auch die Teichwirtschaft und die Binnenfischerei. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich SPD und Grüne endlich klar für eine weitere Bejagung des Kormorans ausgesprochen haben“, so Deneke-Jöhrens. „Die wirtschaftliche Existenz von Niedersachsens Fischern, Teichwirten und Fischzüchtern wird durch die Verlängerung der Kormoranverordnung gesichert.“

Der Grünen-Umweltpolitiker Hans-Joachim Janßen mahnt zugleich eine „bessere Datenlage“ zu Kormoranen an, beispielsweise zu angerichteten Schäden. Erkenntnisse seien „vergleichsweise dünn“, kritisiert Janßen.

Weit höher schlagen die Welle bei einem anderen Punkt: drohende Angelverbote im Zuge der Richtlinie „Natura 2000“. „Ein emotional bewegendes Thema“, konstatiert die Ausschuss-Vorsitzende Sigrid Rakow (SPD). Tatsächlich nennt der FDP-Umweltpolitiker Gero Hocker die drohenden Leitlinien für Angelverbote an Fließgewässern „einen Schlag ins Gesicht der Angler, des größten Naturschutzverbandes“. Der FDP-Politiker fordert, die bisher vom Umweltministerin vorgelegten „Papiere einzustampfen“ und sich stattdessen „mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen“.

Der SPD-Umweltpolitiker Axel Brammer wirft der FDP vor, dazu beizutragen, „dass sich Dinge hochschaukeln“. Die Behörden seien „heilfroh, dass sie jetzt einen Leitfaden in den Händen halten“, so Brammer, der zugleich vor Panik-Mache warnt. „In ganz Weser-Ems gibt es beispielsweise keine Schließung“, so Brammer. Und: „Schutzgebiete müssen mit Leben gefüllt werden.“

Die CDU fordert grundsätzlich „möglichst wenig Angelverbote“. Gerade dank der Arbeit von Angelverbänden hätte beispielsweise Bäche wieder die Qualität, die sie verdienten. Für die Grünen wirbt Volker Bajus für große Gesprächsrunden aller Betroffenen. Eine Unterrichtung durch die Landesregierung ist für Montag, 17. Oktober, geplant.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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