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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Wahlabend: Gedämpfte Freude bei den Siegern

25.09.2017

Jever Gedämpfte Freude bei den Wahlgewinnern des Abends: Die CDU geht mit herben Verlusten, aber doch als die erwartet stärkste Kraft im Bund über die Ziellinie, der mögliche Koalitionspartner FDP ist nach vier Jahren außerparlamentarischer Arbeit wieder drin. „Wir sind wieder im Bundestag und vom Ergebnis sogar zweistellig“, freut sich Hendrik Theemann, der FDP-Kandidat im Wahlkreis Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund. „Der liberale Grundgedanke ist wider im Bund vertreten.“

Bei der CDU wie auch bei der FDP dämpft vor allem das Ergebnis der Alternative für Deutschland (AfD), die auch in Friesland ähnlich wie auf Bundesebene abgeschnitten hat, die Freude über den Wahlausgang.

„Ich habe die CDU höher dotiert“, sagt Addik Behrend von der CDU Jever, die sich in kleiner Runde im Schützenhof eingefunden hat, um Hochrechnungen und erste Wahlanalysen zu verfolgen. „Es wird wohl ein Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und Grünen geben.“

Häme, dass die SPD mit ihrem 100-Prozent-Vorsitzenden Martin Schulz so schwach ist wie nie, ist nicht zu spüren. Darüber, dass die SPD im Wahlkreis nicht im erwarteten Maße punkten konnte, schon.

Dass seine CDU schlechter abschneiden würde als vor vier Jahren, hat Josef Leising erwartet: „Flüchtlinkspolitik, Energiewende und Griechenland sind die Stichworte.“

Für den parteilosen Georg Hanssen aus Schortens zeigt auch der Wert der „Sonstigen“, dass viele Menschen mit der bisherigen Politik der Großen Koalition nicht zufrieden waren. Martin Schulz war in seiner Art „viel zu anbiedernd“, sagt Wähler Hanssen. Schulz habe in den Wahl-Sendungen immer allen Recht gegeben und alles versprochen. Angela Merkel sei da zurückhaltender und geradliniger gewesen – und für ihn daher insgesamt auch glaubwürdiger. Dass die AfD so stark geworden sei, lasse sich nur damit erklären, dass die beiden großen Parteien die Sorgen und Ängst der so genannten kleinen Leute viel zu lange ausgeblendet haben.

Hans Georg Herten kann sich ein Jamaika-Bündnis sehr gut vorstellen: „Das wird viele Reibereien geben, wird dem Land und der Demokratie aber sicher gut tun.“

Das Thema „Jamaika“ wird auch in der „Pütt“ in Jever diskutiert, wo Frieslands FDP bei Bier und Frikadellen über den Wahlausgang und dessen Optionen sinniert. Mit den Grünen dürfte es harte Auseinandersetzungen über Energiepolitik und Energiewende geben, so FDP-Kreisgeschäftsführer Hayo Sieckmann. Beim Thema Bildung hingegen gebe es einige Schnittmengen. Das große FDP-Thema Digitalisierung werde nun ebenfalls hoffentlich endlich den richtigen Stellenwert erhalten: „Das hat die Groko vier Jahre lang verpennt“, sagt Sieckmann. Entscheidend werde sein, die richtigen Ministerien zu besetzen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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