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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Kanzlerin besucht Bundeswehr in Leer

08.12.2015

Leer Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will in den kommenden Monaten mehrere Standorte der Bundeswehr besuchen. „Die Auslandseinsätze sind wichtig. Aber auch das Leben der Bundeswehrsoldaten im sozusagen Normalbetrieb bedarf der politischen Aufmerksamkeit“, sagte sie bei einem Besuch des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ in Leer. Die Bundeswehr sei in einem Prozess, es gebe noch einiges zu tun. Angesichts der Aufgabe der Bundeswehr müsse der Beruf attraktiv sein, erklärte sie. „Ich darf den Soldatinnen und Soldaten jedenfalls sagen, dass sie unseren - und das sage ich für die ganze Bundesregierung - Rückhalt haben und dass wir versuchen werden, da wo es Schwachstellen gibt, diese auch abzustellen.“

„Die Einsatzkraft und die Motivation der Soldatinnen und Soldaten hat mich schon sehr beeindruckt“, sagte Merkel nach der Vorführung der Leistungen des Kommandos in Leer. Dabei konnte sie auch eine Operation an einer Übungspuppe verfolgen. „Ich bin soweit zufrieden, als ich sehe, dass hier auch neueste Entwicklungen vorangetrieben werden“, sagte sie.

Zum Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst (Kdo SES) „Ostfriesland“ in Leer gehören knapp 600 Soldaten - darunter sind rund 130 Frauen. Zu den Hauptaufgaben der Truppe zählt die medizinische Versorgung bei Einsätzen der Bundeswehr. Keine andere Truppe im Sanitätsdienst der Bundeswehr ist so schnell einsetzbar wie die aus Leer. Laut Auftrag soll das Kommando innerhalb von 72 Stunden an jedem Ort der Welt einsatzbereit sein.

Merkel lobte das Können und die Einsatzbereitschaft der Truppe in Leer. Auch zukünftige Einsätze würden eine gesundheitliche Versorgung der Soldaten notwendig machen. Während ihres Besuchs nutzte sie viele Möglichkeiten, um Soldatinnen und Soldaten nach persönlichen Erfahrungen zu fragen. Unter Ausschluss der Presse informierte sie sich auch über Probleme und Herausforderungen.

Zu den aktuellen Auslandseinsätzen gehören Mali (sieben Soldaten), Afghanistan (sechs Soldaten), Kosovo (vier Soldaten) und der Irak (zwei Soldaten). Ob Soldaten aus Leer auch beim Anti-Terror-Einsatz gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) gebraucht werden, ist unklar. „Mir ist hier für das Kommando SES nichts bekannt“, sagte Oberstleutnant Matthias Frank. „Es kommt darauf, wie sich das alles entwickelt“, sagte er mit Blick auf den jüngsten Beschluss des Bundestages, dass sich bis zu 1200 Soldaten am internationalen Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beteiligen sollen.

Am Rande des Merkel-Besuchs kam es in Leer zu Bauernprotesten: Etwa 50 Landwirte haben in Leer gegen die aktuelle Milchpreispolitik demonstriert. Die Bauern seien mit ihren Traktoren mehrere Stunden lang vor der Kaserne auf und ab gefahren und hätten erhebliche Verkehrsstaus verursacht, sagte der Einsatzleiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, Robert Raaz. „Am Ende mussten wir mehrere Strafverfahren wegen Nötigung einleiten.“ Alle Beteiligten seien mehr als deutlich über ihre Rechte im Rahmen der Versammlungsfreiheit hinausgeschossen. Der Besuch der Kanzlerin sei aus polizeilicher Sicht reibungslos gelaufen.

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