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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Kein Prozess gegen ehemaligen Högel-Ermittler

04.12.2015

Oldenburg Der ehemalige Oberstaatsanwalt und Högel-Ermittler muss sich nicht wegen Strafvereitelung im Amt und Rechtsbeugung vor Gericht verantworten. Das Oberlandesgericht Oldenburg bestätigte damit am Donnerstag ein entsprechendes Landgerichts-Urteil und wies damit eine Beschwerde der Osnabrücker Staatsanwaltschaft zurück.

Die hatte dem ehemaligen Oberstaatsanwalt und jetzigen Vorsitzenden Richter am Oldenburger Landgericht Verschleppung der Ermittlungen in Fall des Krankenpflegers Niels Högel vorgeworfen. Der ehemalige Oberstaatsanwalt soll es nach Übernahme des Falls 2011 versäumt haben, weitere Ermittlungen und Exhumierungen anzuordnen. Dies hätte sich jedoch laut Staatsanwalt Osnabrück wegen „anderer Erkenntnisse aufgedrängt“.

Weil Högel zu der Zeit schon inhaftiert war, habe kein Verlust von Beweismitteln oder gar Verjährung der Taten gedroht, beschloss das Oberlandesgericht jetzt. Außerdem habe der Angeschuldigte seinen Vorgesetzten über die „erhebliche Dezernatsbelastung“ informiert. Dieser habe ihm dann freigestellt, welche Verfahren er bis zum Ausscheiden aus dem Amt im November 2013 vorrangig bearbeiten würde.

Der aus Wilhelmshaven stammende Krankenpfleger Niels Högel war im Februar wegen des Todes von fünf Patienten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte Patienten am Klinikum Delmenhorst eine Überdosis eines Herzmedikaments gespritzt.

Weitere Artikel zum Klinikmord-Prozess finden Sie hier

Tobias Schwerdtfeger
Leitung
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2050

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