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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Klinikum will Angehörige der Opfer entschädigen

12.05.2015

Oldenburg /Delmenhorst Das Klinikum Delmenhorst ist bereit, den Angehörigen der Opfer des Klinikmörders Niels Högel Entschädigung zu zahlen. Nach Angaben der Nebenkläger-Anwältin Gaby Lübben (Delmenhorst) hat das Krankenhaus jetzt die „zivilrechtliche Haftung“ für die Taten anerkannt.

„Dafür möchte ich mich im Namen der Angehörigen bedanken. Das ist ein notwendiges Symbol für die Angehörigen, um das Erlebte bearbeiten und um endlich Ruhe finden zu können“, erklärte Lübben.

„Wir haben immer gesagt, wir wollen das regeln“, sagte Klinikum-Anwalt Erich Joester dieser Zeitung. Man müsse jetzt über Einzelheiten reden.

Lübben will in den kommenden Wochen die Entschädigungssummen beziffern. Die Anwältin vertritt die Angehörigen von vier Opfern des Ex-Krankenpflegers. Der 38-jährige Högel war im Februar wegen fünf Morden und Mordversuchen im Klinikum Delmenhorst zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Polizei untersucht derzeit mehr als 200 weitere Todesfälle in den Kliniken Delmenhorst und Oldenburg, die auf das Konto von Högel gehen könnten.

Im Klinikum Delmenhorst hatte man lange eine Verantwortung für Taten des Ex-Pflegers abgelehnt. Lübben hat sich nach eigenen Angaben jetzt mit der Versicherung des Klinikums über die Bedingungen geeinigt. „Dadurch wird den Angehörigen ein belastender gerichtlicher Zivilrechtsstreit erspart“, sagte sie.

Klinikum-Anwalt Joester kündigte an, dass er mit Högel persönlich über mögliche weitere Taten sprechen will. Ein entsprechender Brief an die Anwältin von Högel sei aber bisher nicht beantwortet worden. „Ich habe angeboten, mit ihm alle Krankenakten durchzugehen“, sagte Joester. „Ich will auch Klarheit für die anderen Angehörigen haben.“

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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