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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Kritik an Mais in Monokulturen

22.11.2014

Oldenburg Die Oldenburgische Landschaft hat sich am Freitag bei der 76. Landschaftsversammlung im Alten Landtag kritisch mit den Plänen zur Fortschreibung des Landesraumordnungsprogramms (LROP) auseinadergesetzt und Bedenken angemeldet. „Diese Pläne sind am grünen Tisch in Hannover entwickelt worden und entsprechen nicht der Lebenwirklichkeit vor allem im ländlichen Raum. Ohne funktionierende Landwirtschaft wäre beispielsweise das Oldenburger Land nicht so attraktiv“, erklärte Landschafts-Präsident Thomas Kossendey.

Das Landesraumordnungsprogramm sieht vor, Vorranggebiete für Torferhaltung und Moorentwicklung auszuweisen. Doch wenn der Torf mit seinem hohen Kohlenstoffgehalt (eine Vorstufe der Braunkohle) und Moore, die den Torf bilden, erhalten bleiben sollen, müssen sie wiedervernässt werden. Das plant die Regierung zugunsten des Klima- und Naturschutzes – und das fürchten die Landwirte. Aber auch Kommunen sehen sich in ihren Kompetenzen beschnitten. Kossendey: „Dieses Programm muss aber allen Interessen gerecht werden.“

Sorgen macht die Oldenburgische Landschaft sich auch um das Bild der Naturlandschaft. „Wir können nicht noch mehr Mais-Anbau haben.“

Doch es gab auch Erfreuliches zu berichten: Man sei, so Kossendey weiter, mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten einen Schritt weiter, um Lösungen für die Platzprobleme der Landesbibliothek in Oldenburg zu finden. Zudem sei das Staatsarchiv gesichert. In Zukunft wird der Landschaftsvorstand enger mit den 19 Arbeitsgemeinschaft und den Fachgruppen zusammenarbeiten.

Der nächste Landschaftstag findet am 7. März in Rastede statt. Kossendey kündigte weiter an, dass 2015 erstmals ein Wissenschaftspreis der Landschaft vergeben und ebenfalls im kommenden Jahr ein Baudenkmalführer für das Oldenburger Land erscheinen werde.

Man setzt auch weiter auf die guten Beziehungen zur Ostfriesischen Landschaft, bei der man in diesem Jahr zu Gast war. Die Ostfriesen kommen 2015 zur gemeinsamen Sitzung nach Oldenburg.

Vergeben hat die Landschaft am Freitag ihren Förderpreis Kultur. Er ist mit jeweils 1000 Euro dotiert. Preisträger sind Balletttänzerin Anna Musatova (Laudatorin Dr. Stephanie Abke von der EWE-Stiftung) und der Oldenburger Verein Jugendkulturarbeit (Laudator Hans-Richard Schwartz, Vorsitzender der FDP/WFO-Fraktion im Oldenburger Stadtrat).