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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Wattenmeer: Land will Kutterfischern helfen

30.10.2012
NWZonline.de NWZonline 2015-07-23T19:26:14Z 280 158

Wattenmeer:
Land will Kutterfischern helfen

Neuharlingersiel Das war ein guter Vormittag, meint Dirk Sander am Montagmittag gegenüber dieser Zeitung. „Es ist immer gut, die Landesregierung im Rücken zu haben,“ ergänzt der Präsident der niedersächsischen Kutterfischer.

Zuvor hat er mit Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister, dem für Fischerei zuständigen Landwirtschaftsminister Gert Lindemann und Landtagspräsident Hermann Dinkla in Neuharlingersiel zusammengesessen – und offene Ohren für die Sorgen der Nordsee-Kutterfischer gefunden.

Und die sind nicht gering. Zwar hat sich der Krabbenpreis in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr auskömmlich gestaltet, doch droht jetzt Ungemach aus Schleswig-Holstein, wo die neue rot-grüne Landesregierung neue Einschränkungen für die Küstenfischerei plant.

„Weitere Gebietsverluste können wir uns nicht erlauben – das würde für uns den absoluten Tod bedeuten,“ erklärt Sander den Politikern, die ihm versprechen, den Fischern in dieser Frage zu helfen. McAllister sieht die Grenzen des Zumutbaren erreicht und Lindemann spricht sogar von Kriegserklärung und unfreundlichem Akt aus Schleswig-Holstein.

Noch in dieser Woche will Niedersachsens Regierungschef seinen Amtskollegen Torsten Albig auf das Problem ansprechen. Auf die Frage, was Niedersachsen denn gegen solche Pläne Schleswig-Holsteins konkret unternehmen könne, meint McAllister vieldeutig, das Nachbarland sei grundsätzlich gut beraten, in solchen Fragen auf Konsens zu setzen.

Auch auf Ebene der Europäischen Union will sich die Landesregierung für die norddeutschen Küstenfischer einsetzen. Dabei geht es um die abgeschaffte Förderung für Schiffsneubauten. McAllister: „Es sollen ja keine neuen Kapazitäten aufgebaut werden, aber eine Modernisierung der Flotte sollte unterstützt werden.“

Erfreut reagiert Sander auf die Mitteilung, dass Niedersachsen prüfen will, ob die Mindestsumme für Investitionshilfen durch das Land gesenkt werden könne. Bisher müssen die Fischer jeweils mindestens 20 000 Euro investieren, um Zuschüsse zu erhalten – „doch so dicke haben wir es nicht,“ sagt Sander und nimmt die Zusage gern an. Es ist schließlich immer gut, die Landesregierung im Rücken zu haben.