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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

„Historisches Ergebnis“ für Grotelüschen

25.09.2017

Landkreis /Hatten Mehr als 100 CDU-Anhänger verfolgten im großen Saal des Hotels Meiners in Hatterwüsting den Wahlabend. Als kurz nach 18 Uhr die ersten Hochrechnungen eintrafen, gab’s lange Gesichter – auch bei Gastgeberin Astrid Grotelüschen. Aus gutem Grund: Die CDU zwar klarer Sieger, aber mit großen Verlusten, die AfD mit einem zweistelligen Ergebnis im Bundestag drin.

Erst gegen 21.15 Uhr huschte der CDU-Bundestagsabgeordneten ein erstes befreites Lächeln übers Gesicht. Und als sich um 21.30 Uhr der CDU-Fraktionschef im Landtag, Björn Thümler, den Weg durch den Saal bahnte, brandete lautstarker Jubel auf. Frenetisch wurde geklatscht. Mit 57 389 Stimmen (34,11 Prozent) hat Grotelüschen zum dritten Mal den Wahlkreis 28 (Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land) gewonnen. „Historisch“ nennt sie diesen Erfolg selbst; das habe noch keiner anderer vor ihr geschafft. Die Ahlhornerin bekam 2063 Stimmen mehr als ihre Kontrahentin Susanne Mittag (SPD), die auf 32,89 % kam.

Deutlich gedrückter war die Stimmung in Lemwerder. Mittag hatte sich mehr erhofft. in vier Jahren Großer Koalition habe die SPD viele Zugeständnisse machen müssen. „In der Opposition müssen wir weniger Rücksicht nehmen und können wieder reelle SPD-Politik machen.“

Auf Platz 3 landete Christian Dürr (FDP) aus Ganderkesee mit 15 209 Stimmen (9,04 %). Er wird über die Landesliste der Liberalen in den Bundestag einziehen. Dürr sprach von einem „tollen Ergebnis“. Zufrieden zeigte sich auch Herbert Sobierei (AfD), der auf 15 122 Erststimmen (8,99 %) kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,75 %.

Von einem „enttäuschenden Ergebnis“ sprach der CDU-Kreisvorsitzende Dirk Vorlauf. Zwar habe Grotelüschen erneut den Wahlkreis gewonnen. Überraschend sei aber das Abschneiden der AfD. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Axel Brammer meinte, die Stärke der AfD sei „erschreckend“. Die Große Koalition sei abgewählt. Es sei richtig, dass sich SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gegen eine Neuauflage des Bündnisses ausgesprochen habe.

In der größten Gemeinde des Landkreises Oldenburg, in Ganderkesee, bleibt die CDU mit 35,2 % (2013: 42,1 %) die stärkste Kraft. Die SPD kam auf 26,1 % (31,7 %) der Zweitstimmen. Die FDP landete mit 11,8 % auf Platz 3, gefolgt von AfD (9,5 %), Grünen (8,1 %) und Linken (5,4 %). die Wahlbeteiligung hier: 79,9 Prozent.

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