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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Gesundheit: Ostfriesen helfen im Kampf gegen Corona

29.05.2020

Leer Marco Tänzer ist Medizinisch-technischer Radiologieassistent. Normalerweise ist er bei dem Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ in Leer für die Röntgengeräte verantwortlich. Doch seit der Corona-Pandemie arbeitet er im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg am Computertomografen (CT). Die Untersuchungen der Lungen von den an Covid-19 Erkrankten sind neu und aufwendig für das Personal. Tänzer ist nicht die einzige Verstärkung. Neben ihm hat der Sanitätsdienst „Ostfriesland“ noch einen weiteren Soldaten mit dieser hochwertigen Ausbildung entsandt. Der Hauptfeldwebel wechselt sich mit seinem Kameraden in Hamburg ab.

Eine besondere Herausforderung

Tänzer freut sich über die Herausforderung, die ihn in Hamburg jeden Tag erwartet. „Ich bin gerne am CT eingesetzt, hier gestaltet sich jeder Tag anders. Es werden Untersuchungen unter CT-Kontrolle durchgeführt, teilweise sehe ich hier sehr schwer verletzte Personen und diese fordern meine volle Aufmerksamkeit“, sagt er.

Im Bundeswehrkrankenhaus Koblenz ist momentan der Arbeitsplatz von Hauptbootsmann Sven Brinkmann. Als Gesundheits- und Krankenpfleger kümmert er sich dort um die schwer erkrankten Corona-Patienten. Am Anfang seines Einsatzes in Koblenz hat er mit anderen Kameraden aus Leer in der Fieberambulanz gearbeitet. Für Brinkmann ist dieses Virus eine völlig neue Erfahrung.

Seit März unterstützen vom Sanitätsdienst „Ostfriesland“ auch Obermaat Susanna Kratzmann und Oberfeldwebel Elisa Richter das Personal in Koblenz. Die beiden Soldatinnen aus Leer arbeiten auf der Covid-19 Pflegestation und helfen zeitweise in der Notaufnahme. Elisa Richter ist ausgebildete Kinderkrankenpflegerin, Susanna Kratzmann medizinische Fachangestellte.

Beide haben in den vergangenen Wochen etliche Corona-Patienten betreut. Erschreckend für beide sei der schnelle Verlauf der Erkrankung gewesen. „Der Gesundheitszustand der erkrankten Menschen kann sich binnen Stunden verschlechtern“, schildert Kratzmann. Elisa Richter ergänzt: „Wenn die Patienten am Morgen noch gehen konnten, kann es sein, dass die gleichen Personen am Abend beatmet werden müssen.“ Erschütternd seien auch die Röntgenbilder, worauf die Erkrankung der Lunge deutlich zu sehen sei.

Das Bundeswehrkrankenhaus in Westerstede unterstützen Soldaten aus Leer in verschiedenen Bereichen. So halfen sie beim Bau dreier Schleusen, in denen Patienten und Besucher, die die Klinik aufsuchen, auf eine mögliche Corona-Erkrankung überprüft werden. Sie helfen dort aber auch in der Pflege, der Notfall- medizin, der Aufnahme, der Sichtung in den Schleusen vor der Klinik und als Teil der Besatzung auf dem Intensivtransportwagen oder im Ope-rationssaal. Zusätzlich hat das in Leer stationierte Kommando Reservisten für den Corona-Einsatz eingestellt. Sie sind in erster Linie als Wachverstärkung vor Ort.

Das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ der Bundeswehr ist in Leer beheimatet. Unter dem Motto „Jederzeit - Weltweit“ leisten die Soldaten humanitäre Hilfe. Kernaufgabe ist eine schnelle und qualitativ hochwertige sanitätsdienstliche Versorgung im In- und Ausland. Neben der medizinischen Versorgung am Ort des Geschehens sind sie unter anderem auch für den Verwundetentransport zuständig. In Leer sind Zeit- und Berufssoldaten sowie Freiwillige Wehrdienstler beschäftigt. Die Truppenstärke umfasst 800 Personen

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