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Lkw-Anhänger verliert Rad auf der Autobahn
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Teilsperrung Der A28
Lkw-Anhänger verliert Rad auf der Autobahn

NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Vorfahrt für Natur an Feiertagen

30.04.2019

Lüneburg /Winsen /Oldenburg Für Kanufahrer in Niedersachsen gibt es auf viel befahrenen Flüssen an besonders beliebten Ausflugstagen erste Fahrverbote. Der Landkreis Lüneburg will auf den Flüssen Luhe und Ilmenau künftig den Rummel unterbinden, der zu Himmelfahrt und an den Pfingsttagen auf dem Wasser herrscht. Üblicherweise sind dann in Kajaks und Kanadiern zahlreiche Ausflügler unterwegs, viele davon lautstark und mit wenig Rücksicht auf empfindliche Flachwasserzonen und Uferböschungen.

Die neuen Regeln sehen ein nächtliches Fahrverbot sowie Sperrungen zu Himmelfahrt und Pfingsten vor. Die Verordnung zielt vor allem auf Fahranfänger in Leihbooten kommerzieller Vermieter ab. Für Kanuvereine sollen aber Ausnahmen gelten. „Mit diesen Ausnahmeregelungen sind wir sehr zufrieden“, sagte Hans-Ulrich Sonntag vom Landes-Kanu-Verband. Damit könnten organisierte Vereinsmitglieder weiter ihre Trainingsrunden drehen und seien von den Sperrungen ausgenommen. Der Fluss Lopau bleibt ganzjährig gesperrt.

Wenn der Kreistag in Lüneburg den Verboten am 13. Mai zustimmt, können die Regeln zum Juli in Kraft treten. „Das würde dann zwar erst für die Feiertage im nächsten Jahr gelten“, sagte Isabel Wesselink vom Kreis Lüneburg. Sie hofft aber, dass sich Kanufahrer auch schon in diesem Jahr rücksichtsvoll verhalten.

Der Kreis hatte die Auszeit für die Natur vor allem zum Schutz von Tieren angestrengt. Fischotter, Vögel oder Libellen sollten bei Tageslicht ungestört Nahrung im und am Fluss suchen können. Vorgaben zu festen Ein- und Ausstiegsstellen sowie maximalen Bootsgrößen sollen künftig dafür sorgen, dass Ufer, Böschungen und Flussbett geschützt werden. Zuvor hatte der Kreis viele betrunkene Ausflügler registriert, die mit lauter Musik unterwegs waren. Fotos belegten die Zerstörung von Landschaften. Trauriger Höhepunkt waren mit Flaschen verstopfte Nistplätze des geschützten Eisvogels. Unbekannte hatten so den Lebensraum am Ilmenau-Ufer langfristig zerstört.

Der Nachbarkreis Harburg will dem Lüneburger Beispiel mit weiteren Fahrverboten nicht folgen. Mehr Verantwortungsgefühl bei Paddlern solle noch im Laufe des Jahres eine Infobroschüre wecken, sagte Kreis-Sprecher Andres Wulfes in Winsen (Luhe). Denn Probleme wie laute Gruppen, Müll und parkende Autos seien auch von Wassertouristen an den Heideflüssen Seeve und Este bekannt. Die Naturparkregion Lüneburger Heide bot daher eine Fortbildung für Kanuvermieter an, damit die ihr Wissen über Natur- und Gewässerschutz weitergeben.

Für die Hunte ist ein Verbot bislang nicht geplant. Das teilte Reiner Geveke vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Brake mit: „Wir haben hier zwar wenig Oberwasserflüsse, die Lage ist aber nicht so dramatisch.“

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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