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Hohe Krebsrate Im Kreis Rotenburg: Mehr als 200 Ärzte fühlen sich im Stich gelassen

21.01.2016

Kreis Rotenburg Mehr als 200 Ärzte aus dem Kreis Rotenburg fühlen sich wegen der erhöhten Krebsrate in der Region von der Landesregierung im Stich gelassen. In einem offenen Brief an Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) hatten sie finanzielle Mittel vom Land gefordert, um die Ursache der Krebsfälle wissenschaftlich zu untersuchen.

Die Initiatoren hätten seit Oktober mehrmals vergeblich um einen Gesprächstermin mit der Ministerin gebeten, teilte der Ärztliche Direktor des Diakonieklinikums Rotenburg, Michael Schulte, am Mittwoch mit. Man habe den Eindruck, dass die Landesregierung keine konkreten Pläne für eine fundierte Ursachenklärung habe.

Auswertungen des Krebsregisters hatten erhöhte Krebsraten bei Männern in Bothel und der angrenzenden Kreisstadt Rotenburg ergeben. Bürger befürchten, dass die Erdgasförderung in der Region dafür verantwortlich sein könnte.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass Rundt die Sorgen der Bevölkerung teile. Sie habe den Brief der Ärzte schriftlich beantwortet. Das Ministerium hat eigenen Angaben nach Experten mit einer Studie zu Krebs-Risikofaktoren beauftragt. Das Ergebnis soll in einem halben Jahr vorliegen.

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