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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Moorbrand Bei Meppen: Der „Feind“ ist eingekesselt

28.09.2018

Meppen Bei der Bekämpfung des Moorbrandes hat sich der Tonfall der Verantwortlichen aufseiten der Bundeswehr seit dem Besuch der Verteidigungsministerin spürbar verändert: Seit Oberst Thomas Groeters vor gut einer Woche die Führung der Einsatzkräfte auf dem seit mehr als drei Wochen brennenden Schießgelände übernommen hat, wird das Feuer wie ein militärischer Feind betrachtet und mit allen Mitteln bekämpft. Und das offenbar mit Erfolg: Am Donnerstag hat der Landrat des Landkreises Emsland, Reinhard Winter, den Katastrophenfall wieder aufgehoben.

Schweigen zu Luftmessungs-Daten

Es herrscht weiter Unklarheit, ob die Rauchwolke der ersten Wochen gesundheitsgefährdend war. Laut Claudia Schröder aus dem Gesundheitsministerium in Hannover liegen der WTD Ergebnisse vor. Doch: „Wir kommen nicht an die Messdaten der Bundeswehr heran“, so Schröder .

Ob die Bundeswehr über weitere Messdaten verfügt oder sogar einen Messwagen im Einsatz hatte, wollte ein Sprecher auf Nachfrage am Donnerstag nicht mitteilen. „Dazu äußern wir uns nicht“, sagte er.

Bei einer Pressekonferenz erläuterte der Kommandeur des in Husum stationierten Spezialpionierregiments 164 am Donnerstag anhand einer Lagekarte mit militärischem Vokabular, wie er den Brand endgültig zu besiegen gedenkt: Statt wie bisher Hunderte von zivilen Kräften rund um das Moor auf einen Ausbruch des Brandes aus dem Untergrund warten zu lassen, lässt Groeters den gesamten Bereich nun Meter für Meter von Geologen der Bundeswehr untersuchen und aus der Luft von Tornados mit Wärmebildkameras überwachen. Erklärtes Ziel Groeters ist es, Schritt für Schritt alle zivilen Kräfte durch Bundeswehreinheiten zu ersetzen.

Lesen Sie auch: Katastrophenfall fürs Emsland aufgehoben – Sabotage behindert erneut Löscharbeiten

Erstes Ergebnis dieses Vorgehens ist die Erkenntnis, dass der Moorbrand im östlichen Bereich des Geländes, das an die Gemeinde Stavern angrenzt, keine unmittelbare Gefahr mehr darstellt. Messungen hätten ergeben, dass es in diesem Bereich nur nah an der Oberfläche gebrannt hat und das Moor dort auch relativ flach ausläuft. Ein Übergreifen des Feuers auf den Ort sei nun nicht mehr zu befürchten.

Lesen Sie auch: Fragen und Antworten – Was kostet der Moorbrand bei Meppen?

Statt der bisher dort in großer Zahl stationierten Einheiten der zivilen Feuerwehr werden dort nun kleine „bewegliche Kräfte“ der Bundeswehr-Feuerwehr stationiert. Sie sollen gemeinsam mit Kampfmittelbeseitigern, Panzern und Hubschraubern neu aufflammende Brände sofort gezielt bekämpfen.

Im Westen des Moorbrandes ist die Situation wesentlich schwieriger, weil dort große Mengen Munition aus Weltkriegszeiten vermutet werden. „Erst vorgestern“, so berichtet ein Feuerwehrmann, habe es in der Nähe der dort eingesetzten Bundeswehrkräfte eine Explosion im Moor gegeben. Um die eigenen Leute nicht zu gefährden, soll das Moor in diesem Bereich nun mit Millionen von Litern Wasser „geflutet und der Brand ertränkt“ werden.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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