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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Von der Leyen räumt Pannen der Bundeswehr ein

23.09.2018

Meppen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist am Samstagvormittag im Emsland eingetroffen. Sie hatte angekündigt, sich auf dem Bundeswehr-Testgelände bei Meppen ein Bild von dem verheerenden Moorbrand und der Lage vor Ort zu machen. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und sein Stellvertreter Bernd Althusmann (CDU) kommen nach Meppen.

Lesen Sie hier alle Artikel zum Moorbrand in unserem Spezial

Auf dem Programm stehen Gespräche mit der Feuerwehr, die mit rund 1000 Männern und Frauen im Einsatz ist. Zudem will von der Leyen die Ortschaft Groß Stavern besuchen und mit dem dortigen Bürgermeister sprechen. Am Freitag hatte der Landkreis Emsland erwogen, Groß Stavern und Klein Stavern mit rund 1100 Einwohnern zu evakuieren.

Von der Leyen räumte Bundeswehr-Pannen ein. Ein Fehler sei etwa gewesen, dass nicht schnell genug die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden zur Hilfe gerufen wurden. „Dann hätten wir wahrscheinlich Schlimmeres verhindern können“, sagte die Ministerin in Meppen.

Der Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen schwelt seit mittlerweile mehr als zwei Wochen. Er war auf dem Übungsgelände ausgebrochen, als von einem Hubschrauber aus Raketen abgefeuert wurden. Nach Bundeswehrangaben hat der Moorbrand zwischenzeitlich eine 800 Hektar große Fläche erfasst.

„Es ist sicherlich die Frage zu stellen, ob diese Tests zu dieser Jahreszeit mit dem sehr, sehr trockenen Sommer, den wir gehabt haben, so hätten stattfinden müssen. Aber ich bin mir auch darüber im Klaren, dass die Information dann anschließend holperig war, dass wir dort auch deutlich besser werden müssen“, sagte die Ministerin.

Von der Leyen betonte, die Bundeswehr wolle den Fall aufarbeiten und über die Ergebnisse auch mit den Menschen im Emsland sprechen. Sie dankte noch einmal den Einsatzkräften. Die Bundeswehr unterstütze die Rettungskräfte nun mit aller Kraft.

Derweil will die Bundeswehr den schwelenden Moorbrand mit Transportflugzeugen und Tornado-Jets bekämpfen. Die Tornados sollten ab Samstagnachmittag zum Einsatz kommen, sagte Oberst Thomas Groeters bei einer Lagebesprechung vor Ort.

Die Jets sollen Fotos und Wärmebildaufnahmen des Moorgebietes machen, um Glutnester im Boden zu sichten, die sonst nur schwer zu entdecken sind, berichteten „Neue Osnabrücker Zeitung“ und Ostfriesen-Zeitung“. Vorher fliegt die Luftwaffe mit Hubschraubern Löscheinsätze über dem Gebiet.

Ein mobiler Einsatzwagen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) ist seit Samstag wegen des Moorbrandes im Einsatz. „Unser Nachbar-Bundesland bittet um Unterstützung bei der Untersuchung von Gasen, die beim Moorbrand entstehen können“, twitterte das LANUV bereits am Freitag. Das mobile Labor war am Freitag zu dem Sondereinsatz aufgebrochen. Experten können darin genommene Proben direkt vor Ort auf giftige Brandrückstände analysieren.

Der seit mehr als zwei Wochen schwelende Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen hatte zu vorübergehend höheren Feinstaubwerten geführt. Wie das Umweltministerium am Donnerstag mitteilte, sind an den Messstationen Südoldenburg und Oldenburg an den beiden Vortagen etwas höhere Feinstaubwerte gemessen worden. Grenzwerte seien aber nicht überschritten worden. Am Donnerstag waren die Feinstaubwerte an den Messstationen wieder unauffällig.

Der Fall beschäftigt derweil auch die Justiz: Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung gegen Unbekannt. Die Durchsuchungen seien in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Dienststelle durchgeführt worden. Alle angeforderten Unterlagen seien übergeben worden.

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