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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Nachbar macht Druck bei neuer A 20

28.02.2012

IM NORDWESTEN „Jungs, auf ein gutes Gelingen!“ Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU), Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) besiegeln mit einem Schluck Sekt die am Montag unterzeichnete gemeinsame Erklärung zu Planung und Bau der Küstenautobahn A 20 durch Norddeutschland. „Damit wird der Hafen- und Logistikstandort Niedersachsen weiter gestärkt“, ist McAllister sicher. Gerade auch im Nordwesten. Wann genau die ersten Autos rollen, lässt der Ministerpräsident offen: „Es bringt nichts, Jahreszahlen zu nennen.“ Für ihn steht jedoch zugleich fest: „Die Umfahrung Bremervörde ist überfällig.“

Doch Nachbar Schleswig-Holstein macht Druck. Dort sollen alle neuen Autobahnteile mit einer Gesamtlänge von 80 Kilometern ab 2020 fertig sein. Mit dem kompletten Baurecht ab 2013 können die Straßenbauer überall anrücken. Diesem Tempo muss Niedersachsen folgen.

McAllister hofft, dass sich der Bürger-Widerstand in Grenzen hält. „Die Proteste sind weniger geworden“, meint der Ministerpräsident. Er setzt auf die „sehr breite Zustimmung“ der Wirtschaft, beispielsweise durch die Industrie- und Handelskammern. McAllister hofft auch auf einen wirtschaftlichen Schwung zwischen den Nachbarn Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Von überragendem Interesse sei die neue Küstenautobahn vor allem bei „Berufspendlern“, glaubt McAllister, der auf einen intensiven Kontakt mit Anliegern und Betroffenen durch frühzeitige, umfangreiche Informationen setzt. So würden die Bürger zufrieden registrieren, „dass wir immer den neusten Planungsstand ins Internet stellen“.

Für Ramsauer spielen auch die finanziellen Bedingungen eine Rolle. „Viel Widerstand räumt man weg, wenn man mit den Grundeigentümern anständig umgeht“, gibt Ramsauer dem niedersächsischen Regierungschef als Rat mit auf den Weg. Aus den Erfahrungen von Stuttgart 21 lernend, will der Bundesverkehrsminister schon bald ein „Handbuch Bürgerbeteiligung“ vorlegen. Ein Mittel darin: „Planungs-Dialoge“. „Man kann die Bürger mitnehmen, wenn man es rechtzeitig anpackt“, ist Ramsauer sicher.

Für den Bundesverkehrsminister ist die Küstenautobahn „nicht nur eine Verbindung von Nordost nach Nordwest“. Ramsauer: „Mit der Autobahn sollen die deutschen Häfen miteinander verbunden werden. Wir werden die Finanzierung im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gewährleisten und weiter verlässlich und eng mit den Ländern zusammenarbeiten, um das Projekt mit unserem entschlossenen Willen voranzutreiben.“

Hans-Werner Kammer, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Zetel, sieht in der A 20 einen „sehr wichtigen Impuls für die Region“. Optimistisch ist der Verkehrsexperte auch bei den Auswirkungen auf Varel: „Ich bin sicher, dass die Verhandlungen mit dem Land nach Fertigstellung der Autobahn zu einer Entlastung der Anwohner führen werden. Die Experten im niedersächsischen Verkehrsministerium sehen das Problem.“

 @ Ein Spezial unter http://www.NWZonline.de/a20-kuestenautobahn

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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