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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Der „Pulse of Europe“ – er schlägt noch

17.05.2019

Oldenburg „Ich glaube nicht, dass Europa an Fanmangel leidet“, sagt Michael Wenzel bestimmt. „Ich glaube die Gegner sind einfach lauter geworden.“

Gemeinsam mit Gustav Wehner ist Wenzel Mitglied von Pulse of Europe (PoE) Oldenburg. Als PoE 2017 von Frankfurt am Main aus entstand, gab es eine heiße Phase. Auch in Oldenburg war viel Betrieb. Wöchentlich gab es sonntags Veranstaltungen am Julius-Mosen-Platz. Zwischendurch war es etwas still um den Verein geworden, ganz untätig sei man aber nicht gewesen, betont Gustav Wehner. Es habe immer wieder kleinere Aktionen gegeben oder einen Flashmob zum Thema Brexit. Leute ließen sich aber vor allem motivieren, wenn etwas Aktuelles anstehe, erklären beide die Ruhe um PoE. Zudem sei die Kapazität des Orgateams mit der Zeit begrenzt. „Wir haben für uns beschlossen, mit kleineren Aktionen aktiv zu sein und an anderen Veranstaltungen teilzunehmen“, so Wenzel. Am 12. Mai gab es dann die erste, größere Veranstaltung in diesem Jahr. „Positiv“, beschreiben Wenzel und Wehner die Stimmung. An die Hochzeiten zu Beginn von PoE konnten sie jedoch nicht anknüpfen: Mit etwa 150 war die Teilnehmerzahl überschaubar. „Wir hätten uns mehr gewünscht“, so Wenzel.

Dass das Interesse sinke oder steige, könne man nicht sagen – schon gar nicht in Oldenburg, findet Wenzel. „Das Interesse ist vergleichsweise hoch, vielleicht nicht an Pulse of Europe, wohl aber am europäischen Zusammenhalt.“

„Wir stellen uns immer die Frage: Wie erreichen wir die Nicht-Wähler?“, sagt Michael Wenzel. Pulse of Europe sei keine Partei, die man wählen könne. Aufgabe von PoE sei es, anzuschieben. „Unsere Bitte ist, zur Wahl zu gehen. Ohne Wahlbeteiligung geben wir Rechten eine Stimme, obwohl wir gar keine Stimme abgegeben haben“, betont Wenzel. „Wir kämpfen gegen Populisten und gegen diese EU-Unwissenheit.“ Michael Wenzel gibt ein einfaches Rechenbeispiel. „Wenn 200 Wahlberechtigte wählen, davon zehn eine rechte Partei, bekommt diese fünf Prozent. Wenn aber nur 100 Wahlberechtigte wählen, bekommt bei gleicher Stimmverteilung die rechte Partei zehn Prozent. Das ist schon zweistellig.“

Was beiden sauer aufstößt, ist, dass oft nur die negativen Nachrichten über die EU von den Menschen wahrgenommen werden. Dabei gebe es so viele positive Nachrichten: „Nach Oldenburg sind Millionen Euro an EU-Geldern geflossen“, betont Wenzel. Und: „Europa hat uns Frieden gebracht, den Jüngeren ist das gar nicht so bewusst“, fügt Gustav Wehner hinzu.

Tonia Hysky Redakteurin / Politikredaktion
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