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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Europawahl Im Oldenburger Land: Schwarze und rote Hochburgen bröckeln

28.05.2019

Oldenburg /Im Nordwesten Die Europawahl im Oldenburger Land hat einen Gewinner und zwei Verlierer hervorgebracht. Gewinner sind eindeutig die Grünen, die im Oldenburger Land auf 23,2 Prozent der Stimmen kamen (plus 12,3 Prozent), Verlierer sind CDU (31,9 Prozent, minus 7,3) und SPD (18,6 Prozent, minus 13,9 Prozent). In vielen Gemeinden fiel auf, dass ein Erstarken der Grünen in fast gleicher Höhe Verluste bei CDU und SPD bedeutete. Dabei verlor die SPD stärker als die CDU. Regional betrachtet gibt es sehr wohl Unterschiede. Ein Überblick.

Kreisfreie Städte

Oldenburg: Die Grünen erreichten in der Universitätsstadt mit 35,7 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis. Bundesweit ist das sogar das viertbeste Ergebnis hinter Freiburg (38,5), Münster (36,6) und Heidelberg (36,2).

Delmenhorst: Die SPD erreichte nur noch 22,1 Prozent der Stimmen, das ist der höchste Verlust in den Städten (minus 16,1 Prozentpunkte). Mit 11,9 Prozent kam die AfD auf den höchsten Wert im Oldenburger Land.

Wilhelmshaven: Die CDU kam auf 26,1 Prozent, der beste Städtewert für die Christdemokraten.

Landkreise

Ammerland: Im christdemokratisch dominierten Ammerland kam die CDU in Westerstede auf ihr bestes Ergebnis (33,2; 2014: 43,3). Den niedrigsten Wert erreichte die CDU in Apen (27,9; 2014: 36,7), wo zeitgleich die Bürgermeisterwahl stattfand (und der SPD-Bewerber Matthias Huber mit deutlicher Mehrheit gewann). Den größten Verlust in ihrer einstigen Hochburg Ammerland erlitten die Christdemokraten in Bad Zwischenahn (minus 11,5 Prozentpunkte). Die SPD erlitt ihren höchsten Verlust in Edewecht (minus 12,3 Prozentpunkte), den schlechtesten Wert erreichte sie in Bad Zwischenahn (17,7 Prozent). Den höchsten Wert erzielte die SPD in Apen (24,4 (minus 11,1 Prozentpunkte). Die Grünen als Wahlgewinner hatten ihre höchsten Werte in Wiefelstede (26,4) und Edewecht (25,5). Dort hatten sie hohe Zuwächse (Edewecht plus 13,9 Prozentpunkte, Wiefelstede: 13,3 Prozentpunkte; Bad Zwischenahn: plus 13,8 Prozentpunkte). Den höchsten Stimmenanteil erreichte die FDP in Bad Zwischenahn (6,8) und die AfD in Apen (8,9).

Grafik zur Europawahl: Wo welche Parteien in der Region gewonnen haben

Cloppenburg: Im schwarzen Cloppenburg ist die CDU zwar überall stärkste Partei, die Christdemokraten mussten aber überall Federn lassen. Ihr schwächstes Ergebnis erzielten sie in Barßel (35,5), ihr bestes in Lastrup (58,4). Die Grünen triumphieren in Cloppenburg (19,8; plus 12,9 Prozentpunkte), das höchste Plus im Kreis Cloppenburg erreichten sie im Saterland (plus 13,1 Prozentpunkte). Die SPD erzielte ihr bestes Ergebnis in Barßel, blieb aber unter der 20-Prozent-Marke (19,2). Das schwächstes Ergebnis erreichte die SPD in Garrel (9,9). Die größten Verluste gab es in Barßel (minus 10,1 Prozentpunkte). Den landesweit zweithöchsten Wert erzielte die AfD in Molbergen, sie wurde dort zweitstärkste Kraft noch vor der SPD.

Friesland: Vom roten Friesland ist nicht mehr viel geblieben. Die Genossen ließen in ihren einstigen Hochburgen Varel (minus 12,6 Prozentpunkte), Zetel (minus 12,9 Prozentpunkte) und Sande (minus 12,3 Prozentpunkte) Federn. Schwacher Trost: Sande lieferte das beste SPD-Ergebnis (29,6). Dabei war das rote Sande einst für 60-Prozent-Ergebnisse gut, ebenso Varel und Zetel. Die Grünen legten in Wangerooge (30,0) das beste Ergebnis vor. Starke Zuwächse gab es auch in Varel (plus 12,1 Prozentpunkte) und Sande (plus 10,9 Prozentpunkte). Die CDU erlitt die größten Verluste im Wangerland (minus 9,8 Prozentpunkte, nun 32,4 Prozent.)

Landkreis Oldenburg: Gleich in drei Gemeinden (Hude, Wardenburg und Hatten) wurden die Grünen stärkste Partei. In Wildeshausen steigerten die Grünen ihren Stimmenanteil von 9,2 auf 24,2 Prozent (plus 15 Prozentpunkte). Noch höher war das Plus sogar in hatten (29,2 Prozent, plus 15,6 Prozentpunkte). Die SPD dagegen hatte in Wildeshausen ihr schlechtestes Ergebnis (16,2), die größten Verluste fuhren die Sozialdemokraten in hatten ein (minus 14,3 Prozentpunkte). Die FDP kam auf 9,4 Prozent in Dötlingen (höchster Wert), die AfD auf 9,5 Prozent in Wildeshausen.

Vechta: Auch im schwarzen Landkreis Vechta hagelte es Verluste für die CDU (48,9; minus 16,2 Prozentpunkte). Die größten Verluste erlitten die Christdemokraten in Damme (51,5; minus 19,9 Prozentpunkte). Das schwächste Ergebnis erreichte die CDU in Vechta (40,7). Die Grünen erreichten wiederum in der Universitätsstadt Vechta ihr bestes Ergebnis (23,2), in Dinklage konnten sie um 13,5 Prozentpunkte zulegen (höchster Zuwachs im Kreis).

Die SPD blieb in Bakum unter der Zehn-Prozent-Marke (8,1), in Holdorf erlitten die Sozialdemokraten ihren höchsten Verlust (minus 7,3 Prozentpunkte). Bester Wert für die FDP: 7,3 Prozent in Goldenstedt und Damme. Die AfD hatte ihr bestes Ergebnis in Holdorf (9,0).

Wesermarsch: Die CDU ist stärkste Partei in der Wesermarsch (28), verlor aber 9,8 Prozentpunkte. Das beste Ergebnis erreichten die Christdemokraten in Butjadingen (33,7), das schlechteste in Lemwerder (22,5). Allerdings erlitt die CDU auch in Butjadingen ihren höchsten Verlust (minus 11,4 Prozentpunkte). Die FDP kam dort auf ihren höchsten Wert (6,4). In Brake wählten 8,6 Prozent die AfD.

Wahlbeteiligung

Die niedrigste Wahlbeteiligung im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte meldete am Sonntag die Stadt Salzgitter (51,2), in Delmenhorst gingen freilich auch nur 52,6 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl. Die höchste Wahlbeteiligung gab es in der Grafschaft Bentheim (67,2). In der Stadt Oldenburg betrug sie immerhin 64,9 Prozent, im Ammerland 64,8 Prozent, in Vechta 64,3.

Stichwahlen

In der Grafschaft Bentheim fand zeitgleich mit der Europawahl die Wahl des Landrats statt. Dort verfehlte der CDU-Kandidat Uwe Fietzek die absolute Mehrheit. Es kommt zur Stichwahl mit dem SPD-Bewerber Dr. Volker Pannen. Stichwahlen gibt es auch bei den Bürgermeister-Posten in Westerstede (Hilke Hinrichs, parteilos, und Michael Rösner, UWG), Rastede (SPD-Kandidat Lars Krause und CDU-Bewerber Alexander von Essen) und Molbergen (CDU-Kandidaten Imke Märkl und der unabhängige Kandidat Witali Bastian). Die Stichwahlen finden drei Wochen später, am Sonntag, 16. Juni, statt.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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