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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Minister Lies geht auf Inselbürgermeister zu

12.01.2019

Oldenburger Land /Hannover So schnell wie möglich will Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies sich mit den Bürgermeistern der ostfriesischen Inseln Baltrum, Juist und Borkum treffen, um über deren Kritik an Einschränkungen durch Naturschutz-Vorgaben des Nationalparkes Niedersächsisches Wattenmeer zu beraten. An dem Gespräch soll auch der Chef der Nationalparkverwaltung, Peter Südbeck, teilnehmen, erklärte der SPD-Politiker aus Sande (Kreis Friesland) auf Nachfrage dieser Zeitung.

Lesen Sie auch: Warum der Unmut bei den Insulanern immer mehr wächst (Abo)

Hintergrund ist, dass gerade auf den kleineren Inseln der Unmut über Naturschutz-Auflagen wächst. Die Insulaner fordern mehr Freiräume und wollen gegenüber der Nationalparkverwaltung nicht länger als „Bittsteller“ auftreten, wenn es darum geht, Vorhaben umzusetzen. „Rein rechtlich“, beklagt Juists Bürgermeister Tjark Goerges, „können wir nur Ausnahmen beantragen.“

Über das Spannungsfeld zwischen Gestaltungsspielräumen für die Insulaner und die strengen Vorgaben durch die Naturschutz-Auflagen im Nationalpark will Umweltminister Lies sich nun im Rahmen einer Sondersitzung mit den Inselbürgermeistern und der Nationalparkverwaltung austauschen.

Im Gespräch mit dieser Zeitung hob Lies den besonderen Stellenwert des Nationalparkes hervor. Der touristische Erfolg auf den Inseln sei eng verbunden mit der Natur als ausschlaggebendem Faktor. „Also gerade weil wir Nationalpark und vor allen Dingen Weltnaturerbe sind – das wären wir ohne Nationalpark gar nicht – genießen unsere Inseln nicht nur eine nationale, sondern sogar internationale Aufmerksamkeit“, betonte Lies, der nach eigenen Worten am Freitag bereits mit Juists Bürgermeister Goerges telefoniert hat.

In dem Gespräch sei es darum gegangen, Kritikpunkte auszuloten, für die sich „kluge Lösungen“ finden lassen, um möglicherweise historisch bedingte Einschränkungen abzustellen, die dem Naturschutz zwar nicht wirklich helfen, die die Inseln aber an ihrer Weiterentwicklung hindern. Genau um solche konkreten Punkte soll es laut Lies während des angekündigten Sondertreffens gehen.

Er habe jedenfalls den Eindruck, dass keiner ernsthaft daran zweifle, dass der Nationalpark und daraus abgeleitet auch die Anerkennung als Weltnaturerbe ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Entwicklung der Küste und insbesondere der Inseln sei. Auf die Frage, ob er sich in der Vermittlerrolle sehe zwischen den Inselbürgermeistern auf der einen und Nationalparkchef Südbeck auf der anderen Seite, antwortete Lies: „Ich erkenne da keine derartige Konfliktlinie. Es gibt Inseln, die da ein Problem sehen, es gibt aber auch Inseln, die gar nichts dazu sagen und offenbar in der Form eine solche Betroffenheit gar nicht haben.“

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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