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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Landtagswahl: SPD und CDU fast gleichauf – Thümler verliert Direktmandat

16.10.2017

Oldenburger Land Im Oldenburger Land hat die CDU bei der Landtagswahl 2017 knapp gewonnen. Trotz Verlusten von 2,7 Prozentpunkten gegenüber der Wahl vor vier Jahren und Zugewinnen der SPD von 5,5 Prozent, hatten die Christdemokraten am Ende mit 35,7 Prozent gegenüber 34,3 Prozent der Sozialdemokraten die Nase knapp vorn.

Insgesamt wählten 177 391 Bürger mit Zweitstimme die CDU, für die SPD votierten 168 968 Bürger.

Grüne und FDP lagen im Oldenburger Land mit 8,7 beziehungsweise 8,5 Prozent fast gleichauf. Die AfD erreichte 5,7 Prozent, die Linke blieb in der Region mit 4,8 Prozent unter dem Strich.

Die spannende Wahl zog auch im Oldenburger Land viele Bürger bei sonnigem Wetter an die Urnen. Die Wahlbeteiligung stieg nach dem Rekordtief 2013 deutlich an: um 4,5 Prozentpunkte auf 61,1 Prozent.

Lies steigert Ergebnis

Fast sensationell war das Ergebnis im Landkreis Wesermarsch. Der CDU-Fraktionschef im Landtag, Björn Thümler, verlor deutlich gegen die SPD-Herausforderin Karin Logemann: 37 Prozent gegenüber 42,8 Prozent. Thümler verpasste damit das Direktmandat, wird aber wohl über die Landesliste wieder in den Landtag einziehen. Er stand auf Platz zwei hinter CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann, der seinen Wahlkreis direkt gewann. Auch in Berne, dem Heimatort der beiden Kandidaten, lag Logemann deutlich vorne.

Den Wahlkreis Oldenburg-Land holte mit hauchdünnem Vorsprung SPD-Kandidat Axel Brammer, der vor vier Jahren noch über die Liste in den Landtag eingezogen war. Brammer gewann bei den Erststimmen mit 35,7 Prozent zu 35,3 Prozent gegen Anne-Marie Glowienka (CDU). Das ist ein Vorsprung von nur 222 Stimmen.

Im Wahlkreis Ammerland verteidigte Jens Nacke (CDU) sein Landtagsmandat. Der Vorsprung schmolz gegenüber der Wahl vor vier Jahren aber deutlich. Am Ende entschieden 205 Stimmen gegen SPD-Kandidatin Freia Taeger (38,5 gegenüber 38,1 Prozent). Bei den Zweitstimmen lag die SPD dagegen vor der CDU.

Den Wahlkreis Friesland holte wieder SPD-Kandidat Olaf Lies. Der SPD-Wirtschaftsminister steigerte sich bei den Erststimmen gegenüber 2013 noch einmal deutlich: von 47,2 Prozent auf 54 Prozent.

In den beiden Cloppenburger Wahlkreisen setzte sich die CDU erwartungsgemäß durch, musste aber deutliche Verluste hinnehmen: im südlichen Wahlkreis sogar fast neun Prozentpunkte. Die Mandate errangen Karl-Heinz Bley und Christoph Eilers.

In Vechta gewann Stephan Siemer wie erwartet deutlich mit 60,7 Prozent der Erststimmen und zieht wieder in den Landtag ein.

Die beiden Oldenburger Wahlkreise gewann die SPD mit einer deutlichen Steigerung gegenüber der letzten Landtagswahl. Ein Mandat holt Ulf Prange, das andere Hanna Naber.

Wechsel in Delmenhorst

In Delmenhorst nahm Deniz Kurku von der SPD der CDU mit klarem Vorsprung das Mandat ab, dass Annette Schwarz 2013 für die Christdemokraten geholt hatte. In Wilhelmshaven verteidigte Holger Ansmann von der SPD seine Mandat. Die CDU ging in der Hafenstadt unter und verlor fast zweistellig.

Die CDU holte in Bakum (Kreis Cloppenburg) bei den Zweitsimmen ihr bestes Ergebnis in der Region mit 68,9 Prozent und schnitt in Sande (Kreis Friesland) am schlechtesten ab. Die AfD holte in Delmenhorst 10,5 Prozent. Die SPD erreichte in Sande, der Heimatstadt von Minister Lies, mit 55,9 Prozent ihren besten Wert. Die FDP lag im Ammerland mit 10,6 Prozent deutlich über dem Landesergebnis. Ihr bestes Einzelergebnis errangen die Liberalen in Hatten (Kreis Oldenburg) mit 13,2 Prozent. Die Grünen erreichten auf der Insel Wangerooge 14 Prozent, nur getoppt von der Stadt Oldenburg mit 15,2 Prozent. Die Linken holten ebenfalls in Oldenburg mit 9,4 Prozent ihr bestes Ergebnis.

Hochburgen verloren

Die CDU verlor zwei von elf Hochburgen, das heißt: Gemeinden mit einem Stimmenanteil von mehr als 60 Prozent. Die SPD holte in 14 Gemeinden über 40 Prozent. Vor vier Jahren waren es nur vier. Die Grünen rutschten in 24 Gemeinden von einem zweistelligen Ergebnis unter die Zehn-Prozent-Marke. Die FDP hat in keiner Gemeinde mehr als 15 Prozent. 2013 lagen die Liberalen noch in vier Gemeinden über dieser Marke.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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Sharon Beatty Redakteurin / Regionalredaktion
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