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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
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Aktualisiert vor 28 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Packt der Ex-Pfleger jetzt endlich vor Gericht aus?

19.02.2015

Delmenhorst /Oldenburg Der Mordprozess gegen Ex-Krankenpfleger Niels Högel steht vor dem Abschluss. An diesem Donnerstag beginnen die Plädoyers. Zunächst sind Staatsanwaltschaft und Nebenklage dran. Eine Woche später soll die Verteidigung folgen. Dann könnte auch das Urteil gesprochen werden. Mit Spannung wird am möglicherweise vorletzten Prozesstag der Auftritt von Högel selbst erwartet. „Sind Sie zu einem späteren Zeitpunkt bereit, Fragen zu beantworten?“, hatte Richter Sebastian Bührmann den Angeklagten am vergangenen Donnerstag gefragt. Högels Antwort: „Ja.“

Lesen Sie das NWZonline-Spezial zum Krankenpfleger-Prozess.

Der 38-Jährige hatte fast ein halbes Jahr eisern geschwiegen. Nach seinem Geständnis war ihm aber eine gewisse Erleichterung anzumerken. Möglicherweise will Högel jetzt reinen Tisch machen, vielleicht sein Strafmaß beeinflussen. Dass er nach Verbüßung einer langjährigen Haftstrafe irgendwann wieder auf freien Fuß kommt, gilt als wahrscheinlich, weil offenbar die Voraussetzungen für eine anschließende Sicherungsverwahrung fehlen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Högel dreifachen Mord und zweifachen Mordversuch an Patienten im Klinikum Delmenhorst vor. Der Ex-Pfleger soll sie mit einem Herzmedikament getötet haben. Bührmann hat bereits angedeutet, dass es „in Betracht kommt“, eine der Mordanklagen nach der Aussage eines Gutachters nur als Mordversuch zu werten.

Zudem soll eine Gesamtstrafe gebildet werden. Högel sitzt derzeit wegen Mordversuchs an einem Patienten in Delmenhorst eine siebeneinhalbjährige Haftstrafe ab.

Lebenslang hieße bei einer Verurteilung allerdings nicht bis zum Tod. Ein Verurteilter kann die Aussetzung des Strafrestes nach Verbüßung von 15 Jahren Haft beantragen. Wenn das Gericht die „besondere Schwere der Schuld“ feststellt, ist das erst später möglich.

Nach einer Studie wird eine lebenslange Freiheitsstrafe in Deutschland durchschnittlich 22 Jahre lang vollstreckt. Selbst wenn Högel wegen Tötung von weiteren Patienten verurteilt würde, das Strafmaß könnte sich nicht erhöhen.

Die Exhumierung von weiteren Leichen durch die Polizei soll voraussichtlich im März beginnen. Im Februar sei das wegen der umfangreichen Ermittlungen nicht mehr zu schaffen. „Es wird März werden“, sagte der Sprecher der Sonderkommission Kardio, Stephan Klatte, der NWZ. „Die Verfahren dauern so lange.“

Staatsanwaltschaft und Polizei überprüfen unter anderem mehr als 170 Todesfälle in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst zwischen 2000 und 2005, für die Högel verantwortlich sein könnte. Klatte machte keine Angaben dazu, wie viele mutmaßlich getötete Patienten exhumiert werden sollen. „Wir gehen von einer Ermittlungsdauer von mehreren Monaten aus.“

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