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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Kommunalwahl: Partys an lauschigem Abend

12.09.2016

Oldenburg Das Ambiente passt zur gelösten Stimmung bei den Oldenburger Sozialdemokraten. Im als Beachclub zurechtgemachten Biergarten des „Havana“ an der Donnerschweer Straße feiert die SPD ihren Wahlsieg.

Darunter auffällig viele junge SPD-Mitglieder wie Marvin Claaßen (24) und Malte Diehl (34) aus dem Ortsverein Mitte-Süd (Osternburg). Diehl freut sich über das Wahlergebnis, das aus seiner Sicht aber ausbaufähig ist. Claaßen sieht das Minimalziel erreicht und stellt fest, dass die SPD offenbar kaum Stimmen an die AfD verloren hat.

Mit Blick auf die massiven Verluste der Grünen sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Wenn ich grüner Realo wäre, würde ich heute Abend eine Debatte anfangen.“ Auch Ex-OB Dietmar Schütz sieht die Probleme dort als „hausgemacht“, ein Grund sei die Verkehrspolitik.

Gute Stimmung herrschte auch bei der CDU, die unter großer Beteiligung bei Bitburger, Köpi und Fingerfood im Sasso feierte. Hans-Georg Heß: „Für mich war das Wichtigste, dass wir die Grünen wieder hinter uns lassen und ein gutes Ergebnis bekommen. Das Erste hat schon mal geklappt.“ Beim Ergebnis gebe es „noch Luft nach oben“, fand Christoph Baak. Man sei zwar besser gewesen als der Bundestrend und habe zugelegt, das selbst gesetzte Ziel von 25 Prozent habe man aber eben noch nicht erreicht.

Und es gibt noch einen Sieger der Wahl: Die Linken haben kräftig zugelegt, der Feier „bei Beppo“ ist das aber nicht anzumerken. Im Lokal sitzen ein paar Linke vor dem Fernseher, draußen ist da schon mehr los. Sonntag ist eben kein Kneipentag, merkt einer augenzwinkernd an.

Sand ins Getriebe schüttete niemand, auch wenn die Sozialdemokraten längst nicht alle Wahlbezirke gewannen.

Die Grünen kommen erst relativ spät aus dem PFL in das „Polyester“ zur Wahlparty. Man ist nachdenklich und enttäuscht angesichts eines Ergebnisses von unter 20 Prozent. „Aber harmonisch enttäuscht“, wie es Vorstandssprecher Tobias Frick beschreibt.

Er will aber das Ergebnis nicht mit dem von vor fünf Jahren vergleichen, als die Grünen 27,29 Prozent holten. So bitter das klinge, aber das sei damals auch der Fukushima-Effekt gewesen, so Frick. Analysieren werden sie das Ergebnis an diesem Abend sicher nicht mehr. „Und wer jetzt Flügelkämpfe oder Schuldzuweisungen erwartet hat, wird enttäuscht“, erklärt Frick. Sie sind sich einig, dass es nicht das eine Thema gibt, das sie die Stimmen gekostet hat. Radfahrer auf der Fahrbahn und auch das absolute Bekenntnis zur Inklusion könnten allerdings nicht allen gefallen haben.

Auch auf der Wahlparty der FDP im ersten Stock des „Phönix“ wird es an diesem Abend erst spät voll, aber hier ist die Stimmung bei allen super. Bei der hohen Zahl der Splittergruppen bei dieser Kommunalwahl freut man sich über das Ergebnis besonders. Die Korken knallen, auch wenn man im „Phönix“ keine konkreten Zahlen sehen kann, ob es sogar für zwei Kandidatinnen reicht. „Wir wollen uns für die jungen Familien stark machen“, sagt Dr. Christiane Ratjen-Damerau.

Dazu gehört für sie auch, dass sie für das Gymnasium werben wird. Aber auch die Ernährung der Kinder spielt für die FDP eine Rolle. „Viele bekommen zu Hause keine vernünftige Ernährung mehr, da müssen wir über eine Schulspeisung nachdenken.“

Bei den Piraten ist man verhalten zufrieden mit dem Ergebnis. Gegen 21.20 Uhr ist es im „Marvin’s“ im Bahnhofsviertel bei der Wahlparty noch recht übersichtlich. „Mehr war nicht drin“, sagt Eberhard Beutler, Kandidat im Wahlbezirk IV, der den ganzen Tag im Wahllokal gestanden hat und dann beim Stimmen-Zählen geholfen hat. Aber Jan-Martin Meyer habe einen guten Job gemacht, und er habe es verdient, wieder im Rat zu sein.

Zufriedenheit herrschte bei der WFO, die in der Ratsherrn Stube am Melkbrink feierte und mit Franz Norrenbrock, der seit 25 Jahren Ratspolitik macht, wieder im Rat vertreten ist.

Auch die FW/BFO, die sich in der Fledermaus traf, war am Ende zufrieden, dass zumindest Manfred Drieling erneut in den Rat einzieht.

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