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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Pistorius plädiert für mehr Offenheit gegenüber Islam

05.06.2013

Hannover Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat eine schärfere Trennung zwischen Islam und Islamismus gefordert: „Diese Begriffe haben nichts gemein als die ersten beiden Silben“, sagte Pistorius am Montagabend in Osnabrück. Das müssten Politiker deutlicher zum Ausdruck bringen. Deshalb habe er bei seinem Amtsantritt die verdachtsunabhängigen Kontrollen vor Moscheegemeinden sofort eingestellt: „Kein Mensch käme auf die Idee, so etwas wegen einiger gewaltbereiter orthodoxer Juden vor einer Synagoge zu tun.“

Auch die von seinem Vorgänger erdachten sogenannten Sicherheitspartnerschaften mit Moscheegemeinden halte er für nicht zielführend. Uwe Schünemann (CDU) habe Mitglieder anwerben wollen, andere Mitglieder zu beobachten. „Wir müssen vielmehr Wege finden, die Fenster und Türen der Moscheegemeinden zu öffnen“, betonte der Innenminister auf einer Podiumsdiskussion des Instituts für Islamische Theologie über die Rolle der Moscheegemeinden in Deutschland.

Er sprach sich für Toleranz und Offenheit auf beiden Seiten aus. Nahezu 99 Prozent der Muslime in Deutschland seien friedliebend und betrachteten die deutsche Verfassung auch als die ihrige. Nur wenige missbrauchten die Religion, um Hass und Zwietracht zu sähen. Das müsse der Mehrheitsgesellschaft vermittelt werden. Dennoch müssten auch deren Ängste ernst genommen werden. Verfassungsschutz und Polizei würden nicht nachlassen, gegen gewaltbereite Extremisten vorzugehen.

Die türkisch-muslimische Rechtsanwältin und Autorin Seyran Ates betonte, dass auch sie Angst habe. Die gewaltbereiten Extremisten bedrohten nicht nur die einheimischen Deutschen, sondern auch die friedliebenden Muslime in Deutschland. Sie forderte die Muslime auf, noch mehr Wert auf das Erlernen der deutschen Sprache zu legen. Das erhöhe ihre Identifikation mit Deutschland als ihrem Heimatland.

Die Geschäftsführerin des niedersächsischen Verbandes der türkischen Moscheegemeinden Ditib, Emine Oguz, und der stellvertretende Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, Engin Karahan, lobten die Fortschritte bei der Anerkennung des Islam.

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