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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

HENGSTWEIDE: Ratsmitglieder fühlen sich „diffamiert“

22.12.2005

OVELGöNNE Die Hengstweide wird als Baugebiet ausgewiesen. Möglicherweise geschieht das aber später als bisher geplant.

von torsten wewer OVELGÖNNE - Die Erste Hengstweide in Ovelgönne wird als Baugebiet ausgewiesen. Diese Entscheidung traf der Gemeinderat in der letzten Sitzung des Jahres 2005 am Dienstagabend einstimmig. Vor der Abstimmung äußerten mehrere Ratsmitglieder ihr Befremden über das Schreiben der Interessengemeinschaft „Anwohner der Korbweide“.

In diesem Schreiben wurde – wie berichtet – Rat und Verwaltung „Wortbruch“ vorgeworfen. Den Korbweide-Anwohnern sei beim Grundstückskauf zugesichert worden, dass die Hengstweide nicht bebaut werde.

Bürgermeister Thomas Brückmann, der damals als Sachbearbeiter unter anderem mit dem Verkauf der Grundstücke betraut war, bestätigte diese – mündliche – Aussage; das habe sich allerdings nur auf den damaligen Sachstand bezogen und sei keineswegs eine für alle Zeiten unumstößliche Zusage gewesen. Rückfragen bei den damals eingebundenen Notariaten hätten bestätigt, so Brückmann, dass derartige Zusagen bei den Vertragsunterzeichnungen weder behandelt noch festgeschrieben worden seien. Die Notare könnten sich auch nicht an derartige – selbst mündliche – Aussagen erinnern. Die Anwohner, deren Grundstücke direkt an die Hengstweide angrenzen, hätten damals auch nicht mehr Geld bezahlt als andere Grundstücksbesitzer, stellte der Bürgermeister klar.

Peter Burkert (UGO) bemängelte die „pauschale Diffamierung“ in dem Schreiben der Anwohner. „Die Art und Weise, wie das kundgetan wurde, ist nicht in Ordnung“, so Burkert. Sein Fraktionskollege Prof. Dr. Carl H. Hamann pflichtete ihm bei: „Ich weise die Anschuldigungen zurück“. Der Brief atme wenig demokratisches Verständnis und sei daher „nicht hilfreich“. Gleichwohl machte Hamann einen versöhnlichen Vorschlag: Da die Denkmalpflege inzwischen neu strukturiert sei, könnte die Gemeinde erneut versuchen, über die Ausdehnung des Baugebiets „Neuer Hamm“ bis zum Judenfriedhof zu verhandeln. Dann stünden zunächst weitere Baugrundstücke zur Verfügung und die Hengstweide würde nicht so dringend benötigt.

Bis auf diese „Misstöne“ verlief die weihnachtliche Sitzung harmonisch. Anfangs wurde Tim Wefer geehrt. Der 18-Jährige ist 2005 Deutscher Meister im Klootwerfen mit der Hollandkugel geworden. Dafür erhielt der für den Mentzhauser Turnverein startende Sportler aus Rüdershausen eine Urkunde und ein Geschenk der Gemeinde.

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