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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Rauchen auf Bremer Spielplätzen verboten

21.06.2013

Bremen Das Rauchen auf den Spielplätzen im Land Bremen ist nach einem Beschluss der Bremischen Bürgerschaft vom Donnerstag künftig verboten. Der Landtag verschärfte in dieser Hinsicht das Nichtraucherschutzgesetz im rot-grün regierten Bundesland aus dem Jahr 2008. Es ist nun bis August 2018 gültig und soll dann erneut überprüft werden. Bremen mache damit „einen wichtigen Schritt beim Nichtraucherschutz für Kinder“, sagte ein Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes in Berlin.

Kinder müssten immer und überall vor den Gefahren des Rauchens geschützt werden, betonte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann. Das schließe die Vorbildfunktion Erwachsener ein. Beobachtungen auf Kinderspielplätzen zeigten überdies, dass Kleinkinder weggeworfene Zigarettenstummel aufsammelten, in den Mund steckten und verschluckten. „Gefährdet sind insbesondere Kinder im Krabbelalter.“

Allerdings gebe es in Bremen noch kein ausnahmsloses Rauchverbot in Räumen der Kindertagespflege, kritisierte Hofmann und mahnte, das müsse schnellstens geändert werden. „Bundesländer wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein sind hier ein gutes Vorbild.“

Die Bremer Bürgerschaftsfraktion der Grünen wollte das Rauchen in Gaststätten im kleinsten Bundesland grundsätzlich verbieten. Doch dazu kam es nicht. Zigaretten dürfen dort genauso wie in Spielhallen auch künftig in geschlossenen Raucherräumen oder in Raucherkneipen angezündet werden. Verboten ist das Qualmen dagegen ab 1. Juli in Festzelten auf Jahrmärkten und Volksfesten.

Nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums war Bremen im vergangenen Jahr bundesweites Schlusslicht beim gesetzlichen Nichtraucherschutz in der Gastronomie. Es gebe zu viele Ausnahmen und Defizite bei der Kontrolle, kritisierte die Leiterin der Krebsprävention des Heidelberger Zentrums, Martina Pötschke-Langer. Selbst an die gültigen Bestimmungen würden sich viele Wirte nicht halten.

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