• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Gesundheit: Geheimnisvollen Krebserkrankungen auf der Spur

22.12.2017

Rotenburg /Hannover Das Rätsel beschäftigt Spezialisten und beängstigt Anwohner: In der Gemeinde Bothel zwischen Bremen und Lüneburg erkrankten laut einer Untersuchung des niedersächsischen Krebsregisters zwischen 2003 und 2012 überdurchschnittlich viele Männer an Leukämie und Lymphomen. Die Menschen befürchten, dass dies mit der Erdgasförderung in der Gegend zu tun haben könnte. Bohrschlammgruben beinhalten Rückstände aus Grabungen der Erdgasindustrie.

Niedersachsens neue Gesundheitsministerin Carola Reimann reagiert jetzt. Die SPD-Politikerin hat zwei Forschungsaufträge vergeben, „um Faktoren für die Entstehung spezieller Krebsarten zu untersuchen“. Damit sollen die bereits laufenden Untersuchungen durch den federführenden Landkreis Rotenburg (Wümme) unterstützt werden, stellt Reimann klar. „Wir wollen mehr Informationen bezüglich der möglichen Ursachen für Krebserkrankungen gewinnen“, betont die Ministerin.

Der erste Auftrag – eine sogenannte „Abstandsstudie“ –geht an das Institut für Umweltmedizin am Klinikum der Universität München. Die Aufgabe: Wissenschaftler sollen ermitteln, ob es einen Zusammenhang zwischen der wohnlichen Nähe zu Schlammgruben und Krebserkrankungen gibt. Tatsächlich legen Auswertungen des Krebsregisters Niedersachsen in den Jahren 2014 und 2015 diesen Verdacht nahe, die eine erhöhte Neuerkrankungsrate bei Männern bei Blutkrebs zeigten. Für die wohnliche Nähe zu Anlagen der Erdgasförderung liegen solche Indikatoren nicht vor. Die Leistungsbeschreibung für diese Studie wurde übrigens in enger Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten in Rotenburg sowie mit Bürgerinitiativen festgelegt.

Die zweite Studie erstellt das Institut für Umweltmedizin an der Universität Erlangen-Nürnberg. Dabei geht es um den Zusammenhang von Kohlenwasserstoff-Förderung und Krebserkrankungen. Dabei soll die Belastung der Bevölkerung mit Benzol und Quecksilber ermittelt werden. Damit werden die Sorgen der Menschen in der Region ebenfalls aufgegriffen. Ergebnisse sollen 2019 vorliegen.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
Rufen Sie mich an:
0511/1612315
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.