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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Schutz des Meeres im Blick

01.06.2017

Oldenburg Die Bewohnbarkeit unseres Planeten ist eng mit der Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt verknüpft – nicht nur an Land, sondern auch im Wasser. Wie und warum verändert sich diese? Wie wirkt sich diese Veränderung auf marine Ökosysteme und ihre Funktionen aus? Und wie kann die Gesellschaft sich anpassen oder Folgen mildern? Diesen Fragen gehen künftig Wissenschaftler am Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) nach.

Dieses wurde am Mittwoch an der Universität Oldenburg offiziell gegründet. Die Universität und das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), bündeln und erweitern damit ihre Forschung.

Wo arbeiten die neuen Meeresforscher?

Elf bestehende Arbeitsgruppen der Universität Oldenburg und des AWI kooperieren in dem Institut. Sechs aus dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres und dem Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität und fünf aus dem AWI.

Zunächst arbeiten die Meeresforscher in angemieteten Räumen in der Nähe zum naturwissenschaftlich geprägten Campus Wechloy. Voraussichtlich 2022 soll der geplante Institutsneubau am Pophankenweg fertiggestellt sein.

„Mit der Gründung des Helmholtz-Instituts für Funktionelle Marine Biodiversität entwickelt sich Oldenburg zu einem auch international bedeutenden Zentrum der Meeres- und Klimawissenschaften“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic. „Das Institut ist ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von exzellenter Grundlagenforschung und gesellschaftlicher Relevanz. Meere sind das weltgrößte und wichtigste Ökosystem. Sie haben beispielsweise erheblichen Einfluss auf das Klimageschehen und unterliegen gleichzeitig den Auswirkungen des Klimawandels.“ Das Land Niedersachsen finanziert das neue Institut in der Aufbauphase bis Ende 2020 mit bis zu 23 Millionen Euro, die unter anderem in einen Institutsneubau fließen sollen. Im Anschluss an die Aufbauphase übernimmt die Helmholtz-Gemeinschaft ab dem Jahr 2021 die Basisfinanzierung des Instituts von rund 5,5 Millionen Euro pro Jahr.

Die Stadt Oldenburg hat dafür ein campusnahes Grundstück im Technologiepark am Pophankenweg bereitgestellt. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erklärte dazu: „Wir haben als Stadt den Prozess der Ansiedlung von Beginn an engagiert unterstützt und eng begleitet. Vor allem bei der Grundstücksfrage haben wir schnell klargemacht, dass wir uns in der Verpflichtung sehen, diese Ansiedlung zu ermöglichen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Oldenburg und ein Erfolg der jahrzehntelangen Arbeit der Meeresforscherinnen und -forscher“.

„Wenn wir verstehen wollen, wie ein Ökosystem funktioniert, müssen wir nicht nur die Vielfalt an Arten und deren Funktion untersuchen, sondern auch die Rolle der Menschen in der marinen Umwelt“, betonte AWI-Direktorin Prof. Dr. Karin Lochte. „In vielen Fällen geht es heute nicht mehr um die Frage, ob wir Meere und Ozeane nutzen, sondern wie wir sie nutzen.“ Um Antworten auf diese Frage zu finden, bündele das neue Helmholtz-Institut die Expertise von Natur- und Sozialwissenschaftlern. Nur so könnten moderne Konzepte zur nachhaltigen Nutzung der Meere entwickelt werden, ergänzte Lochte.

Das neue Institut ermöglicht es den Wissenschaftlern, wesentliche Aspekte der biologischen Vielfalt gemeinsam zu erforschen – von der Genetik einzelner Meerestiere, Algen und Bakterien bis hin zur Funktionsanalyse ganzer Ökosysteme. Um neuartige Naturschutz- und Managementstrategien zu entwickeln, setzt das HIFMB auf einen integrativen Forschungsansatz. Dieser soll eine naturwissenschaftliche Basis für Schutzkonzepte verbinden mit der sozialwissenschaftlichen Analyse der gesellschaftlichen und politischer Prozessen.

Jede Veränderung des Meeres habe direkte Konsequenzen für den Menschen: Unter anderem liefere es Nahrung und Rohstoffe, beeinflusse Luftqualität und Weltklima, baue Schadstoffe ab und diene als Ort für Erholung und Tourismus, unterstrich Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper und ergänzte: „Eine wissenschaftliche Grundlage für den Meeresschutz und ein marines Ökosystem-Management zu legen, ist eine immens wichtige und drängende Aufgabe – und zugleich ein folgerichtiger Ausbau der international ausgewiesenen Biodiversitäts- und Meeresforschung in Oldenburg.“

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