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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Schweiger holt Gabriel ins Boot

10.08.2015

Berlin /Osterode Sigmar Gabriel hat ein Weinglas mit Wasser vor sich stehen, neben ihm sitzt der Regisseur Til Schweiger. „Ernste Gesichter zu einem ernsten Thema“, schreibt der Vizekanzler und SPD-Chef auf Facebook zum Foto vom kleinen „Flüchtlingsgipfel“ mit dem Filmstar am Freitagabend in einem Berliner Szeneclub. „Wir haben Planungen für Flüchtlinge und gegen rechtsradikale Hetzer besprochen“, berichtet Gabriel und schwärmt von der Begegnung mit Schweiger. „Es war ein sehr intensives und gutes Gespräch.“

Da haben sich zwei gefunden: Hier der Vizekanzler, der sich im Januar noch mit Pegida-Sympathisanten getroffen hatte, dort der Filmemacher, der in Osterode ein Vorzeige-Flüchtlingsheim aufmachen will und dabei mit erheblichen Widerständen zu kämpfen hat. Ernsthaftes Engagement? Oder nur PR? Seit Schweiger vor Wochen mit einer Spendenaktion für Flüchtlinge auf heftige Kritik gestoßen war, wirken er und Gabriel wie Verbündete.

Schweigers Projekt eines Flüchtlingsheims in Osterode trifft auf Kritik und Vorbehalte, aber auch auf Zustimmung. Eigentlich hatte die Landesregierung in der örtlichen Rommel-Kaserne eine Erstaufnahmeeinrichtung für 600 Flüchtlinge geplant. Dort will der 51-jährige jetzt „sein“ Flüchtlingsheim errichten, mit Freizeitangeboten für Kinder, Sportanlagen, Werkstätten und einer Näherei. Alles sei „unter Dach und Fach“, jubelte er bereits. Das Unternehmen „Princess of Finkenwerder“, geführt von Schweiger-Freund Wolfgang Koch, hatte das Gelände gekauft. Aus dem niedersächsischen Innenministerium heißt es, es gebe derzeit „keinen Vertrag mit den Eigentümern“. Man prüfe jedoch, ob der Standort den Anforderungen genüge.

Schweiger könnte auf Rückendeckung aus der Politik durchaus angewiesen sein. Gibt es doch erheblichen Gegenwind – auch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). „Eine Unterkunft hinsetzen, und dann läuft es – ganz so einfach ist es dann doch nicht“, so Behördenchef Manfred Schmidt. „Wenn jemand behauptet, dass er es besser kann, ist die erste Reaktion einer Verwaltung immer zunächst zurückhaltend.“ Womöglich könnte es Gabriels Rolle sein, Schweiger bei der Lösung administrativer Probleme zu unterstützen.

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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