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NWZonline.de Region

Pater soll sich an Schülern vergangen haben

08.03.2016

Damme /Münsterschwarzach Die Katholische Kirche sieht sich erneut Missbrauchs-Vorwürfen ausgesetzt: Ein 2005 verstorbener Benediktinerpater steht im Verdacht, sich zwischen 1966 und 1974 an Schülern des Internats in Damme (Kreis Vechta) vergangen zu haben. Um herauszufinden, was an den anonym erhobenen Vorwürfen dran ist, hat die Ordenszentrale in Münsterschwarzach (bei Würzburg) einen ungewöhnlichen Weg gewählt: Sie hat alle 80 ehemaligen Schüler, die in jenen Jahren das Internat besuchten, angeschrieben und zu einem Treffen eingeladen.

„Um aktiv werden zu können, müssen wir zunächst wissen, was überhaupt los ist“, sagte der von der Kongregation eingesetzte Missbrauchsbeauftragte, Pater Christoph Gerhard, im Gespräch mit der NWZ . In dem Brief fordert er Betroffene auf, sich in der Abtei zu melden. Der Orden sichert den Ehemaligen Vertraulichkeit zu.

Die Entscheidung für diesen ungewöhnlichen Schritt sei wegen „konkreter Verdachtsmomente gefallen“, so Pater Gerhard.

Aktuell, so erklärte Dr. Ludger Heuer, Sprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialats Vechta, auf Nachfrage, „gibt es im Bereich der katholischen Kirche im Oldenburger Land keine Fälle, an denen sich Geistliche an Kindern oder Jugendlichen vergriffen haben.“

Wie sich herausgestellt hat, soll über das Thema Missbrauch im Zusammenhang mit dem früheren Internat in Damme bereits in der Vergangenheit gesprochen worden sein. Demnach gingen 2014 in der Abtei erste anonyme Hinweise ein. 2015 soll das Thema bei einem Ehemaligentreffen erneut aufgegriffen worden sein.

Das Benediktiner-Internat in Damme hatte 1966 mit zehn Schülern den Betrieb aufgenommen. Anfang der 80er Jahre wurde die Schule geschlossen und in ein Gästehaus des Klosters umgewandelt. Erst vor Kurzem gab der Orden bekannt, dass auch das Kloster geschlossen werden soll, in dem zurzeit sechs Ordensbrüder leben. Die Entscheidung habe nichts mit den Missbrauch-Vorwürfen zu tun, heißt es.

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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