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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Spannung vor Wulff-Verfahren

14.11.2013

Hannover Das Landgericht Hannover könnte an diesem Donnerstag einen Auflauf erleben wie lange nicht mehr. Wenn sich Ex-Bundespräsident Christian Wulff um 10 Uhr wegen Vorteilsnahme vor der 2. Großen Strafkammer verantworten muss, dürfte das öffentliche Interesse riesig sein. Alleine für den Zugang zum Gerichtssaal haben sich 70 Medienvertreter akkreditiert, unter anderem aus Russland, der Ukraine und der Schweiz. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm, auch Handys und Laptops müssen draußen bleiben.

Was am ersten Prozesstag im Gerichtssaal abläuft, darüber wird heftig spekuliert. Zeugen sind noch nicht geladen. Das Gericht könnte sich deshalb schon nach kurzer Verhandlungszeit auf den nächsten Termin in einer Woche vertagen. „Der Plan ist, die Anklage zu verlesen“, erklärte Gerichtssprecher Martin Grote am Mittwoch. Ob es bereits davor Anträge geben werde, sei offen.

Denkbar wären etwa Befangenheitsanträge der Verteidigung gegen Richter Frank Rosenow. Das gilt aber als eher unwahrscheinlich. Zudem machte das Gerücht die Runde, Wulff werde erstmals eine Erklärung in eigener Sache abgeben.

Am zweiten Verhandlungstag sollen vier der insgesamt 45 geladenen Zeugen aussagen. Das Gericht hat 22 Verhandlungstage bis April 2014 angesetzt. Mit Spannung erwartet werden unter anderem die Befragungen von Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler am 5. Dezember und Bettina Wulff, getrennt lebende Ehefrau des Ex-Bundespräsidenten, am 12. Dezember. Beide waren bei der Promi-Party auf dem Oktoberfest 2008 dabei, um die es im Kern bei dem Prozess geht.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat sich der 54-jährige Wulff in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident korrupt verhalten, als er sich von dem befreundeten Filmunternehmer David Groenewold zu der Oktoberfest-Sause einladen ließ. Es geht um einen Betrag von rund 720 Euro.

Die Staatsanwaltschaft wird vertreten durch Oberstaatsanwalt Clemens Eimterbäumer und Anna Tafelski. Verteidigt wird Wulff von den Rechtsanwälten Bernd Müssig und Michael Nagel.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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