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Einbruch und Brandstiftung – 17-Jähriger festgenommen
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Einbruch und Brandstiftung – 17-Jähriger festgenommen

NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Streit um Atomschutt eskaliert

04.09.2014

Stade /Hannover Die erste Ladung Bauschutt vom stillgelegten Atomkraftwerk Stade wird in der kommenden Woche auf die Sondermülldeponie im sächsischen Grumbach transportiert. Am Dienstag werde der erste Lastwagen auf die Deponie bei Dresden rollen, teilte das sächsische Umweltministerium am Mittwoch mit. Zuvor hatte die „Sächsische Zeitung“ über den Transport berichtet. Das Ministerium kündigte an, rund 700 Kilogramm des Materials in einer speziellen Anlage auf Radioaktivität messen zu lassen. Auch Anwohner und Politiker sind dazu eingeladen. Seit Wochen sorgt die geplante Entsorgung bei Anwohnern für Proteste.

Rund 320 Tonnen Bauschutt seien in Niedersachsen bereits freigegeben und könnten in den kommenden Wochen angeliefert werden. Insgesamt sollen bis 2015 rund 2000 Tonnen Bauschutt vom Reaktorgelände in Grumbach gelagert werden. Sachsen hat zwar seine Zustimmung zu der Entsorgung erteilt, Anfang der Woche aber Niedersachsen aufgefordert, den Bauschutt vorerst zu behalten.

Nebenbei streiten sich Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) über den Zeitplan für die Suche nach Atommüllendlagern. Anlass ist die Forderung Wenzels, mehr Zeit für die Suche nach einem Endlager für atomare Abfälle einzuplanen. „Wir müssen damit rechnen, dass wir zwei bis drei Jahrzehnte länger brauchen als im Standortauswahlgesetz eingeplant“, sagte er. Den im Endlagersuchgesetz genannten Termin, bis 2031 einen Standort für die Endlagerung zu finden, hält Wenzel nicht für haltbar, da noch viel intensivere Forschungen nötig seien. „In der Grundlagenforschung sind wir noch lange nicht so weit, wie wir sein müssten.“

Deshalb müsse auch die Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle neu überdacht werden. Die eingeplanten Zeiträume seien zu kurz. Unter Verweis auf den Umgang mit Atommüll in der Schweiz betonte Wenzel zudem, dass es in Deutschland zudem eine neue Klassifizierung der radioaktiven Abfälle geben müsse.

Hendricks wies die Forderung aus Hannover umgehend zurück. „Wir dürfen die Entscheidung darüber, wohin der Atommüll letztendlich soll, nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben“, sagte sie. „Ich halte nichts davon, einen Zeitplan infrage zu stellen, der im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens in Einvernehmen mit den Ländern festgelegt wurde.“

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