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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Hoffen auf Tourismussaison im Nordwesten: „Mit geschlossenen Häusern verdienen wir kein Geld“

01.03.2021

Hannover Zwischen List auf Sylt und Bad Lauterberg, zwischen Borkum und Ahlbeck stellen sich viele Menschen dieselbe Frage: Was wird aus dem Urlaubsjahr 2021 angesichts der nicht enden wollenden Corona-Pandemie. Für Tausende Betriebe vom Hotel bis zum Strandimbiss und ihre Beschäftigten geht es um die wirtschaftliche Existenz – und für alle geht es um die Gesundheit.

„Die letzte Zeit war zwischen Hoffen und Bangen“, fasst Wiebke Leverenz, Sprecherin der Ostfriesland Tourismus GmbH, die Situation für die niedersächsischen Betriebe zusammen. Einige seien im zweiten Lockdown an die „eisernen Reserven“ gegangen. Umso dringender wartet die gesamte Branche nun auf eine verlässliche Öffnungsperspektive.

„Angespannte Gelassenheit“ auf Sylt

„Natürlich müssen wir auch irgendwann über eine Öffnung nachdenken. Mit geschlossenen Häusern verdienen wir kein Geld“, sagt etwa der Norderneyer Hotelier Jann Ennen. Täglich gingen Anfragen von Gästen bei ihm ein, die er vertrösten müsse. Der Norderneyer Gastronom Tobias Pape sagte, es gebe eine „angespannte Gelassenheit“ auf der Insel, die zu 100 Prozent vom Tourismus lebe. Jeder warte darauf, wie es weitergehe - aber ändern könnten die Insulaner es doch nicht.

Hoffnung liegt auf Stufenplan der Landesregierung

Hoffnungen setzen Reisewillige und das Gastgewerbe auf einen Stufenplan der Landesregierung. Der Entwurf sieht vor, dass touristische Übernachtungen bei einem Sieben-Tage-Wert von weniger als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern möglich werden. Aktuell liegt die Inzidenz landesweit noch über 60. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte zuletzt, mit Blick auf die Osterferien gehe es nun darum, eine vorsichtige, gestaffelte Perspektive für den Tourismus zu entwickeln. Er sprach sich für eine starke Abstimmung der Länder für die nächsten Bund-Länder-Gespräche aus.

Gastronomen und Hoteliers wünschen sich Planungssicherheit

Gastronomen, Hoteliers und Herbergsbetreiber wünschen sich vor allem mehr Planungssicherheit. Ein Hoch- und Runterfahren der touristischen Infrastruktur, je nach aktueller Inzidenzlage, wäre für die Tourismusbranche kaum verkraftbar, heißt es von den touristischen Marketinggesellschaften an der Küste und im Harz. „Daher brauchen wir klare Öffnungsperspektiven für die Branche, die abgesichert sind durch Hygiene- und Teststrategien, die die Jojo-Effekte aus schwankenden Inzidenzwerten und Infektionszahlen abpuffern“, sagt Christin Wohlgemuth vom Harzer Tourismusverband.

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Vertreter der Ostfriesischen Inseln und der Landkreise auf der ostfriesischen Halbinsel forderten zuletzt den Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) in einem Brief auf, den Stufenplan zu konkretisieren und mit einer Teststrategie zu flankieren. Wer etwa für einen Osterurlaub auf die Inseln will, sollte dann einen negativen Corona-Test zeigen.

Für eine solche gesamtheitliche Teststrategie plädiert auch der Vorsitzende des Tourismusverbandes Niedersachsen Sven Ambrosy. „Wir müssen versuchen, die Themen Freiheit und Sicherheit durch Tests miteinander zu verbinden“, sagt Ambrosy. Wenn es neben dem Lockdown Alternativen gäbe, müssten diese auch genutzt werden. „Wenn wir eine Teststrategie hätten, dann könnten wir uns in die Freiheit testen. Das würde nicht nur für eine Öffnung im Tourismus helfen, sondern auch in anderen Bereiche wie etwa dem Einzelhandel“, sagt er.

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